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Merkel setzt sich beim Krisengipfel durch

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Merkel setzt Beteiligung von Banken durch

21.07.2011, 17:51 Uhr

EU-Gipfel in Brüssel: Merkel weist den Weg - mit ihrer Forderung nach einer Beteiligung privater Gläubiger am Hilfspaket für Griechenland scheint sich die Kanzlerin durchzusetzen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

EU-Gipfel in Brüssel: Merkel weist den Weg - mit ihrer Forderung nach einer Beteiligung privater Gläubiger am Hilfspaket für Griechenland scheint sich die Kanzlerin durchzusetzen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Eurozone steuert auf ein neues Rettungspaket für Griechenland mit Beteiligung privater Investoren zu. Damit habe Deutschland im wesentlichen seine Linie durchgesetzt, sagten EU-Diplomaten am Rande des Brüsseler Krisengipfels. Im Gegenzug werde der Krisenfonds zur Rettung wackelnder Eurostaaten (EFSF) zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt. Die von Frankreich favorisierte Bankenabgabe, eine Art Steuer, werde zunächst nicht weiter verfolgt.

Erstmals in der dramatischen EU-Schuldenkrise will sich die Finanzbranche von sich aus an der Rettung eines Eurolandes beteiligen. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels hervor. In dem Papier heißt es: "Der Finanzsektor hat seine Bereitschaft erklärt, Griechenland auf einer freiwilligen Basis mit einer Reihe von Optionen zu unterstützen." Dazu gehört beispielsweise der Umtausch von griechischen Anleihen in neue Bonds mit längeren Laufzeiten. 17 Milliarden Euro sollen Banken zu dem neuen Rettungspaket beisteuern, verlautete am Rande des Gipfels aus Diplomatenkreisen.

Das neue Hilfspaket für Griechenland soll ein Volumen von rund 120 Milliarden Euro haben. Dazu gehören zwölf Milliarden Euro zur Stärkung des griechischen Bankensektors. Die Zinsen für die Kredite werden von derzeit rund 4,5 Prozent signifikant gesenkt, die Laufzeit von 7,5 Jahren auf mindestens 15 Jahre verlängert.

Zahlungsausfall wird offenbar in Kauf genommen

Um die Details des neuen Pakets wird seit Monaten heftig gerungen. Eine Beteiligung privater Investoren galt als kritisch, weil sie von den Ratingagenturen als teilweiser Zahlungsausfall ("selective default") gewertet wird, was unkalkulierbare Folgen an den Finanzmärkten haben könnte. Einen solchen "Zahlungsausfall" Griechenlands nehmen die Euro-Staaten nun offensichtlich in Kauf. Sie akzeptieren damit, dass Griechenland zumindest einen Teil seiner Schulden nicht zurück zahlt. Gläubiger müssten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Wie Diplomaten berichteten, hat sich die Europäische Zentralbank (EZB) bewegt und ihre Fundamentalopposition gegen die Bankenbeteiligung aufgegeben. EZB-Chef Jean-Claude Trichet soll bereits zugestimmt haben, worauf sich Berlin und Paris kurz vor dem Gipfel verständigt hatten.

Anleihentausch oder Verlängerung der Kreditlaufzeiten

Danach soll der Privatsektor durch einen freiwilligen Anleihentausch oder die Verlängerung der Kreditlaufzeiten einen Teil der Last schultern. Sie nehmen einen Verlust von rund 20 Prozent hin. Insgesamt sollen dadurch 17 Milliarden Euro zusammenkommen.

Die neuen Anleihen mit längeren Laufzeiten könnten vom EFSF garantiert werden. Der Fonds wurde ursprünglich als Feuerwehr geschaffen, um finanzschwache Staaten vor der Pleite zu bewahren - wie bisher Irland und Portugal. Der Entwurf sieht vor, dem Fonds den Erwerb von staatlichen Schuldtiteln auf dem Markt zu erlauben. Dies war bislang nicht möglich.

Herabstufung auf "bankrott" für einen Tag

Angestrebt werde, dass die Investoren neue Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zeichnen. Die Zeitung "Die Welt" berichtet, die Europäische Zentralbank sei mit dem Vorgehen einverstanden, weil sich die Herabstufung Griechenlands auf bankrott dadurch auf einen Tag begrenzen lasse.

Die Privatsektorbeteiligung bleibt auf Griechenland beschränkt. Um die Ansteckungsgefahr für andere Euro-Sorgenkinder einzudämmen, werden auch die Zinsen für die Notkredite für Irland und Portugal gesenkt und die Laufzeiten verlängert.

Der EFSF stellt den Ländern am Eurotropf zusätzliche Kredite bereit. Diese sollen aber nur vorbeugend "ins Fenster gestellt" werden, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Sollten die Kredite dann tatsächlich in Anspruch genommen werden, müssten die Länder zusätzliche Auflagen erfüllen.


Quelle: dapd , AFP , dpa

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Kommentare (238)

zum Forum

Thema: "Merkel setzt sich beim Krisengipfel durch"

cctop schrieb: am 21. Juli 2011 um 20:56:31
(0) (0) EvA schrieb: am 21. Juli 2011 um 19:40:31 kALLE
Na dann fangen Sie mal an zu sparen,auch die BRD ist zu 82% verschuldet, bis 100% ist es
nicht mehr weit.Ihr Gesicht würde ich zugern mir anschauen,wenn alles hops geht. DA ist nicht nur GRIECHENLAND da kommen noch andere Staaten.Bis der Lastenausgleich kommt das wird nicht mehr lange dauern,dann kommt halt eine Zwangshypothek auf die Eigentumswohnung oder das Häuschen ,dann bezahlen Sie es halt noch einmal ab.Ob Sie dann noch nach Griechenland reisen können.??Ich glaub nicht.
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cctop schrieb: am 21. Juli 2011 um 20:43:46
(0) (0) Ärgernis schrieb: am 21. Juli 2011 um 19:49:53 erschreckend sowas!
so ein Quatsch,die reichsten Griechen haben so vieole Euros das sie
Grichenland ohne weiteres locker retten könnten,einer ist schon mit seiner Kohle nach Brüssel gezogen.Die reichsten Griechen zusammen genommen ,kommen auf ein Vermögen von 500 Miliarden Euro.Leider kommen die Vermögenden falls sie ihr Land retten würden mit 1ner Milliarde für jeden die überig bleibt dann für ihr weiteres Leben nicht aus.Dem Griechischen Staat vertrauen Sie auch nicht,Sie bekämen 0 zurück,So sieht das aus.!!!
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Schnatterinchen schrieb: am 21. Juli 2011 um 20:41:13
(0) (0) Grichenland
In Deutschland haben wir Familien und Kinder, die nicht jeden Tag ausreichend Essen haben, alte Leute die schlecht behandelt
werden, Patienten ohne ausreichende Versorgung, die Truppen und Polizei sind schlecht ausgerüstet ... Aber wir geben Millionen aus für Asylsuchende und andere Länder, ohne zuerst unserem eigenem Volk zu helfen ... sagt eine mutter von drei kindern die jeden tag auch noch arbeiten geht
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