14.10.2011, 07:56 Uhr
Während eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben Deutschland und die Mongolei eine Rohstoff-Partnerschaft geschlossen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Mongolei eine Vorbildfunktion in Zentralasien zugemessen und deutsches Interesse an Geschäften mit dem boomenden Steppenstaat angemeldet. "Wir sind für die Mongolei ein vertrauenswürdiger Wirtschaftspartner, der sehr an einer nachhaltigen Entwicklung der mongolischen Volkswirtschaft interessiert ist", sagte Merkel in einer Rede vor dem Parlament in der Hauptstadt Ulan Bator. Die beiden Regierungen schlossen ein Rohstoffpartnerabkommen ab, die deutsche Bergbauindustrie einen Milliarden-Vertrag zur Kohleförderung.
Vor Merkel war noch kein deutscher Kanzler in der Mongolei. Regierungschef Sukhbaatar Batbold nannte Merkels Besuch "historisch". Das Parlament berief eine Sondersitzung ein. Batbold sagte, die Kooperationen beider Länder würden auf eine neue Ebene gestellt. "Wir haben die Rohstoffe. Deutschland hat das Know-How." Deutschland sei der wichtigste Partner der Mongolei in Europa. Merkel sicherte Batbold Unterstützung zu für die Partnerschaft mit der Europäischen Union und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE).
Merkel forderte das Land auf, möglichst vielen Bürger Erlöse aus seinen Bodenschätzen zukommen zu lassen und die Todesstrafe abzuschaffen. Die Mongolei mit knapp 2,8 Millionen Einwohnern gehört zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Welt. Trotz der Vorkommen wie Kohle und Gold leben viele Mongolen in Armut.
Die deutsch-mongolischen Wirtschaftsbeziehungen waren bisher vergleichsweise unbedeutend. Bei den Exporten ist die Mongolei weitgehend vom Nachbarland China abhängig, bei den Importen vom Nachbarland Russland. Merkel sprach von "nicht einfachen Ausgangsbedingungen", die die Mongolei zwischen diesen beiden einzigen Nachbarländern habe.
Batbold hatte vor dem Besuch versichert, die Regierung wolle den erwarteten neuen Reichtum aus den Bodenschätzen gerecht verteilen. Zu den Problemen wie Armut, hohe Arbeitslosigkeit, Korruption und Bürokratie meinte er: "Das ist eine Herausforderung für unsere Regierung. Wir packen diese Probleme an."
Vertreter des deutsch-australischen Konsortiums aus BBM Operta (Mülheim/Ruhr) und Macmahon aus Australien vereinbarten mit dem mongolischen Unternehmen Erdenes etliche Millionen Tonnen Koks-Kohleabbau. Das Geschäft wird auf zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. In Tavan Tolgoi gibt es eines der weltweit größten unerschlossenen Kohlevorkommen. Siemens schloss einen Kooperationsvertrag mit Erdenes zur Entwicklung eines Kraftwerkprojekts zur Energieversorgung der Kohlemine Tavan Tolgoi.
Die Ausbeutung der Bodenschätze hat gerade erst begonnen. Internationale Bergbaukonzerne liefern sich derzeit ein Rennen um die Förderung der reichen Bodenschätze des Landes.
Die deutsch-mongolische Handelsbilanz belief sich 2010 auf knapp 100 Millionen Euro. Das sind 2,7 Prozent der gesamten Importe und 0,8 Prozent der mongolischen Exporte. Zum Vergleich: China ist mit rund 85 Prozent Hauptabnehmerland der Mongolei, Russland mit 30 Prozent Hauptlieferant. Die Mongolei strebt hier nach mehr Unabhängigkeit von den beiden einzigen Nachbarstaaten.
Quelle: dpa
hanserl schrieb:
am 13. Oktober 2011 um 18:21:31
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merkel und mongolei
die frau AM merkel mogelt sogar in der mongolei uns an :
die mongolei (mogolei) hätte vorbildfunktion !! ja wo denn
angie ?
die mongolei hat wie china seltene erden und braucht unser steuergeld,
gnädigste.
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TheirBrains schrieb:
am 13. Oktober 2011 um 18:05:34
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Vorbildfunktion ... Mongolei !
Zahlmeisterfunktion ... Deutschland !
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Berd schrieb:
am 13. Oktober 2011 um 15:08:43
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Merkel in der Mongolei
Merkel sollte am besten gleich dort bleiben!
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