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Mercedes-Testfahrer schweigt nach Todesfahrt

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Mercedes-Testfahrer schweigt nach Todesfahrt

27.04.2010, 12:01 Uhr | dpa

Vom Mercedes-Erlkönig ist nur noch wenig übrig (Foto: dpa)

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Mercedes-Prototypen am Wochenende verweigert der Fahrer des Testwagens jede Aussage.

Auch ein Gutachten, das eigentlich binnen weniger Tage vorliegen sollte, werde wohl noch einige Wochen brauchen, teilte die Polizei mit. Der 52-jährige Testfahrer war in der Nacht zum Samstag bei Rottweil mit hoher Geschwindigkeit in eine Unfallstelle gekracht und hatte dabei einen 26-Jährigen getötet.

Zuvor harmloser Unfall

Nach Angaben der Autobahnpolizei in Zimmern war es kurz vor dem tödlichen Zusammenstoß zu einem kleineren, zunächst harmlosen Unfall gekommen: Ein Wagen war ins Schleudern geraten und auf der Überholspur an der Leitplanke liegen geblieben. Als der 26 Jahre alte Fahrer aussteigen wollte, wurde er von dem Erlkönig erfasst - bevor der Testwagen in das Auto raste.

250 Meter geschleudert

Der Erlkönig schleuderte rund 250 Meter weiter, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der andere Wagen wurde bei dem Aufprall völlig zerfetzt und der Motor herausgeschleudert. Außerdem wurden bei dem Crash noch zwei weitere Männer durch herumfliegende Trümmerteile leicht verletzt. Die 59 und 27 Jahre alten Männer wollten gerade die Unfallstelle absichern, als der Erlkönig mit hoher Geschwindigkeit anrauschte.Einer der beiden Ersthelfer konnte sich mit einem Sprung hinter die Leitplanke retten.

Verdacht der fahrlässigen Tötung

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Mann war bei dem Unfall verletzt worden, konnte das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen.

Daimler will weiter testen

Der Autobauer Daimler setzt trotz des Unfalls auch künftig auf Fahrten mit sogenannten Erlkönigen. Die neu entwickelten Autos würden zwar so weit wie möglich auf abgesperrtem Gelände getestet. Nachtfahrten auf öffentlichen Straßen seien aber absolut notwendig, sagte eine Sprecherin. "Wir testen das Auto unter Realbedingungen, so wie es später auch der Kunde fahren wird."


Quelle: dpa

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Kommentare (74)

zum Forum

Thema: "Mercedes-Testfahrer schweigt nach Todesfahrt "

Idefix schrieb: am 26. April 2010 um 19:54:24
(0) (0) @ATFRS
Weiss man es? Das heisst also, da der Unfall mit 130 vielleicht auch passiert wäre, kann ich ja schneller fahren, was machts dann
noch. Mein Wagen ist übrigens auch sehr schnell.
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italo schrieb: am 26. April 2010 um 19:53:04
(0) (0) Erlkönig
Wäre es kein Testfahrer sondern ein normaler Autofahrer gewesen der genau so schnell gafehren wäre, dann hätte ich die
Kommentare hören wollen. Aber dann gibt es ja keinen großen Bericht. Dieser Unfall hätte auch einem nicht-Test-Fahrer passieren können. Aber hier kann man jetzt richtig draufhauen.
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Dieter schrieb: am 26. April 2010 um 19:39:40
(0) (0) @SI
Was ist so schlimm an 130. Seit auf einer Strecke, die ich oft fahre, eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt, stehe ich weniger im Stau und
komme schneller an. Warum wohl. Ach so, entspannter ist es auch.
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