17.03.2010, 13:59 Uhr | apn
Auslandsreise: Außenminister Westerwelle und sein Lebensgefährte Michael Mronz landen in Tokio (Foto: ddp)
Die Mehrheit der Bundesbürger findet es nicht richtig, dass Außenminister Guido Westerwelle seinen Lebenspartner auf Dienstreisen mitnimmt. Bei einer Forsa-Umfrage für den "Stern" erklärten 53 Prozent der Befragten, es sei nicht in Ordnung, wenn Michael Mronz, der eine Firma zur Event- und Sportvermarktung betreibt, den Minister ins Ausland begleitet. Selbst FDP-Wähler sehen dieses Verhalten sehr kritisch.
Bei den FDP-Anhängern halten zwar 47 Prozent Mronz' Teilnahme an Ministerreisen für grundsätzlich in Ordnung. Allerdings liegt der Anteil derer, die dies ablehnen, mit 46 Prozent etwa genauso hoch. Die größten Probleme sehen Anhänger der Linken (59 Prozent), gefolgt von den Befragten, die Union und SPD nahe stehen (56 Prozent). 38 Prozent aller Befragten haben kein Problem mit der Begleitung auf Dienstreisen.
Geschadet hat die Debatte der FDP in der Wählergunst bisher nicht. In einer weiteren Forsa-Befragung für den "Stern" kommt die FDP wie in der Vorwoche auf acht Prozent. Damit liegt sie aber weiter deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor knapp einem halben Jahr, als sie 14,6 Prozent der Stimmen holte. Dagegen gewinnt die Union einen Punkt und steigt auf 34 Prozent.
Die Opposition kann von der Westerwelle-Diskussion nicht profitieren: Die SPD stagniert bei 23 Prozent, die Linke fällt um einen Punkt auf elf Prozent, und die Grünen kommen zum vierten Mal in Folge auf 16 Prozent. Für sonstige Parteien würden acht Prozent der Deutschen stimmen. Mit zusammen 50 Prozent haben die drei Oppositionsparteien momentan einen Vorsprung von acht Punkten vor dem Regierungslager.
Dennoch steht SPD-Chef Sigmar Gabriel im Vergleich zu Kanzlerin Angela Merkel zurzeit nicht gut da: Bei einer Direktwahl des Kanzlers würden sich nur 21 Prozent der Befragten für den SPD-Chef aussprechen, die Amtsinhaberin käme dagegen auf 57.
apn
Maili schrieb:
am 17. März 2010 um 17:38:39
(0)
(0)
Westerwelle - Mronz
Wenn mann die Statements hier liest, wo man Einer inzwischen meint es ist ein Frustforum, so stellt sich mir die
Frage:
Warum ist der Bürger so gefrustet? Kann es mit der spätrömischen Dekatenz unseres Aussenministers zusammenhängen?
Und warum soll er seinen Lebenspartner auf Reisen mitnehmen dürfen, ich muß auch allein zu Hause bleiben wenn mein Mann bei der Arbeit ist, außerdem weiß jeder Politiker auf was er sich da einläßt und erhält ja auch recht viel Geld (gemessen am Einkommen
mehr
Kommentar melden
ax56 schrieb:
am 17. März 2010 um 17:31:32
(0)
(0)
Reisebegleitung
wir haben bis heute keine fachlichen Argumente von WW gehört. Wir, als sein Arbeitgeber, haben ein Recht darauf. Er muß
zurücktreten, da er uns nicht ernst nimmt bzw.mißachtet. Schmeißt die FDP bei der NRW Wahl aus dem Parlament ! Das einzige was die Herren verstehen ist Machtverlust.
mehr
Kommentar melden
Confessor schrieb:
am 17. März 2010 um 16:59:10
(0)
(0)
AA-Chefs Reisbegl.
Sämtl. neunmalklugen Quatschnies übersehen eines in ihrer Freude über die Selbstdarstellungsmöglichkeit - sie sind
nicht in der Regierung und wären sie es, müssten wieder Andere über sie herziehen. Macht und Geld sind nun mal eben die grössten Korruptions - Erzeuger. Beileibe nicht nur im fiskalischen Sinne.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video