28.06.2007, 11:26 Uhr
Auch im 21. Jahrhundert werden Menschen noch als Hexen verfolgt. Was es in Europa schon seit hunderten von Jahren nicht mehr gibt, gehört in Asien, Afrika und Südamerika noch lange nicht der Vergangenheit an. Mit dem Phänomen der Hexenjagd befassen sich seit Donnerstag rund 60 internationale Experten auf einem dreitägigen Kongress in der norwegischen Stadt Vardoe.
Verfolgung in Entwicklungsländern
Vor allem in Afrika, Mexiko, Indien, Indonesien und Malaysia würden auch heute noch Menschen als angebliche Hexer verfolgt, sagte Rune Blix Hagen, einer der Organisatoren. "In diesen Ländern wurden in den vergangenen 50 Jahren mehr Hexen getötet als damals in Europa", berichtete der Historiker von der Universität in Tromsö. Im 14. bis zum 18. Jahrhundert starben in Europa mehr als 50.000 der Hexerei Beschuldigte auf dem Scheiterhaufen.
Hexen als Sündenböckefür schlechte Ernten
Ähnlich wie in der Vergangenheit würden die wegen Hexerei verfolgten Menschen zu Sündenböcken für Krankheiten, schlechte Ernten, Unglücke und andere Missstände gemacht, sagte Hagen. In der Demokratischen Republik Kongo seien beispielsweise tausende behinderte und an HIV erkrankte Kinder der Hexerei beschuldigt und von selbst ernannten Priestern getötet oder ausgesetzt worden.
Frauen, Kinder und Behinderte verfolgt
In Afrika würden hauptsächlich Frauen und Kinder wegen angeblicher Hexerei verfolgt, sagte die Wissenschaftlerin Riitta Leinonen. "Die Männer sind weniger verwundbar, weil ihr sozialer Status solider ist." Während Hexenverfolgungen in einigen Teilen der Welt zunähmen, steige gleichzeitig die Begeisterung für Okkultismus und heidnische Religionen.
Harry Potter begeistert für positive Magie
Dabei würde der Schwerpunkt auf positive Magie und Heilpraktik gelegt, sagte Hagen. Auch die Romane um den Zauberlehrling Harry Potter von Joanne K. Rowling und Fernsehserien wie "Charmed - Zauberhafte Hexen" hätten die Begeisterung für die positiv ausgerichtete Hexerei befördert.
Forscher diskutieren über Hexenverfolgung
An der Konferenz in Vardoe nehmen Forscher aus Deutschland, Australien, Großbritannien, Island, Norwegen, Schweden und den USA teil. Die Hauptthemen lauten "Hexenkraft in Literatur und Geschichte", "Folter, Verfolgung und Menschenrechte" sowie "Hexen, Schamanen und Dämonen". Vardoe war im 17. Jahrhundert berüchtigt für seine Hexenprozesse.
Quelle: AFP
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS