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Mehr Ältere arbeiten

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Auf dem Weg zur Rente mit 67

21.02.2012, 15:10 Uhr

Bundesarbeitsministerium von der Leyen (CDU) stellt zusammen mit Handwerkspräsident Kentzler (l) und DGB-Chef Sommer, aktuelle Daten und Trends zum Thema "Arbeiten bis 67" vor.

Bundesarbeitsministerium von der Leyen (CDU) stellt zusammen mit Handwerkspräsident Kentzler (l) und DGB-Chef Sommer, aktuelle Daten und Trends zum Thema "Arbeiten bis 67" vor. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Immer mehr Ältere arbeiten bis kurz vor Erreichen des Renteneintrittsalters. Von den 60- bis 64-Jährigen waren dies 2010 noch 40,8 Prozent - zehn Jahre zuvor erst 19,9 Prozent.

Damit belegt Deutschland in Europa einen Spitzenplatz. Dies geht aus einem Bericht über Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt für Ältere hervor, den Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zusammen mit DGB-Chef Michael Sommer und Handwerks-Präsident Otto Kentzler am Dienstag in Berlin vorlegte.

In der Erwerbstätigenquote von 40,8 Prozent sind nach Angaben von Sommer allerdings auch rund 800 000 Mini-Jobber enthalten - mit steigender Tendenz. Auch die Selbstständigen werden bei der allgemeinen Erwerbstätigenquote eingerechnet.

Schaut man nur auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, so ergibt sich ein deutlich anderes Bild: Danach sind nur 27,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen noch in Arbeit - während dies von den 15- bis 65-Jährigen insgesamt 52,1 Prozent sind. Allerdings ist auch hier die Quote der älteren Beschäftigten leicht gestiegen.

Mit Blick auf die Rente mit 67 bezeichnete von der Leyen die Zunahme der Älteren mit Arbeit als "wichtiges Signal". Die Ministerin sagte: "Wir leben länger, die Beschäftigungschancen steigen - unser Ziel ist, dass Arbeit auch für Menschen über 60 der Normalfall wird."

Im europäischen Vergleich liege Deutschland mittlerweile auf einem Spitzenplatz. Von der Leyen: "Das kann aber nur eine Zwischenetappe sein auf dem langen Weg zur vollen Rente mit 67." Die von der großen Koalition 2006 beschlossene Rente mit 67 wird stufenweise eingeführt und soll ab 2029 für alle ausscheidenden Arbeitnehmern verbindlich werden.

Von der Leyen verwies auf eine neue Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), wonach die Produktivität eines Betriebes um gut 0,5 Prozent zunimmt, wenn sich der Anteil der 45- bis 50-Jährigen an der Gesamtbelegschaft um einen Prozentpunkt erhöht. Ein zusätzlicher Produktivitätsgewinn wird durch altersgerechte Arbeitsplätze erreicht. Kentzler sagte: "Es gilt die alte Weisheit: Die Jungen können schneller laufen. Die Alten kennen die Abkürzungen."

Nachholbedarf sieht von der Leyen bei der Einrichtung von Langzeitkonten, mit denen Mitarbeiter größere Arbeitszeitguthaben ausdrücklich mit dem Ziel längerfristiger Freistellungen - oder eines vorzeitigen Ausscheidens - ansparen können. Vorbild für solche Regelungen ist vor allem die Chemie- und Metallindustrie, wo die Tarifparteien entsprechende Regelungen verabredet haben.

Solche Langzeitkonten gibt es laut Bericht inzwischen für 40 000 Betriebe in Deutschland. Dies sind allerdings nur zwei Prozent der Unternehmen. Dabei haben vor allem Großunternehmen die Nase vorn. Von der Leyen sagte: "In Zeiten, in denen sich Arbeit verdichtet und Fachkräfte knapp werden, bieten Langzeitkonten beiden Seiten Vorteile."

Die Ministerin will künftig alle sechs Monate einen "Fortschrittsreport" zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt für Ältere vorlegen.


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Quelle: dpa

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Kommentare (10)

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Thema: "Mehr Ältere arbeiten"

Achim schrieb: am 21. Februar 2012 um 20:13:09
(1) (7) Arbeit Alterer
Wenn bezahlte Arbeit nur als Belastung angesehen wird, ist etwas faul in der Gesellschaft. Ja, sie ist mit Mühsal verbunden.
Das ist aber jede, auch private Tätigkeit. Die Frage ist, wie vielen man damit dienen kann. Die wenigsten Frührentner varabschieden sich vorzeitig vom Beruf, um unbezahlt soziale Dienste zu leisten. Was soll die Verunglimpfung der Regierenden. Fast alle arbeiten arbeitstäglich und lebenszeitlich länger als die Meckerer. Leben ist Arbeit und Erfüllung darin.Das den Drohnen!
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Tommi schrieb: am 21. Februar 2012 um 18:41:17
(14) (1) Von der Leyen
Bei Frau von der Leyen sieht man das Frauen in solche Ministerposten eine Fehlbesetzung sind.

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Siegfried Thomas schrieb: am 21. Februar 2012 um 18:13:46
(6) (1) Arbeiten bis 67
Es kommen doch die Wahlen!Aus diesem Grund sind Änderungen möglich.Also was solls ihr habt es in der Hand.Unsere Regierung
leidet an Kleptokratie:persönliche Bereicherung durch Ausnutzung gesellschftlicher Privilegien(Duden) sie Diäten und Pernsionen.
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