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Taucher spüren sowjetisches U-Boot-Wrack auf
10.06.2009, 11:48 Uhr | mbe/AFP, Spiegel Online
Das sowjetische U-Boot "S-2" sank im Januar 1940 (Foto: Reuters)
Zehn Jahre dauerte die Suche nach dem sowjetischen U-Boot "S-2", das im Zweiten Weltkrieg gesunken war. Jetzt haben schwedische und finnische Taucher das Wrack in der Ostsee entdeckt.
Fast 70 Jahre lag es auf dem Meeresgrund. Jetzt wurden die Überreste des sowjetischen U-Boots "S-2" gefunden. Schwedische und finnische Taucher lokalisierten das Wrack, das sie nach eigenen Angaben zehn Jahre lang gesucht hatten, in der Nähe der Åland-Inseln zwischen Schweden und Finnland.
Foto-SerieDas Wrack von "S-2"
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1940 auf Mine gelaufen
Das U-Boot "S-2" war den Angaben zufolge im sowjetisch-finnischen "Winterkrieg" am 2. Januar 1940 mit rund 50 Matrosen an Bord auf eine Mine gelaufen und gesunken. Das Wrack liegt demnach in der Nähe der Seegrenze zwischen beiden Ländern. Sie verläuft westlich der schwedischsprachigen Inselgruppe, die zu Finnland gehört.
Deutsch-russische Kooperation
Die sowjetischen U-Boote der mittelschweren S-Klasse gehörten im Zweiten Weltkrieg zu den meistgenutzten in der sowjetischen Marine - und waren zugleich die erfolgreichsten. Äußerlich sahen sie den deutschen U-Booten der Klasse VII - zu denen auch das im Kinofilm "Das Boot" vorkommende "U-96" gehörte - auffallend ähnlich. Das war kein Zufall: Beide Bootstypen basierten auf einem Design, das durch eine Zusammenarbeit russischer und deutscher Ingenieure vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zustande kam.
Sowjets schonte U-Boote
Im Krieg setzten die Deutschen ihre U-Boote allerdings bei weitem intensiver ein. Während alle Boote der sowjetischen S-Klasse zusammen etwas mehr als 80.000 Bruttoregistertonnen versenkten, fielen allein "U-48", dem erfolgreichsten deutschen U-Boot der Klasse VII, 52 Schiffe mit mehr als 300.000 Bruttoregistertonnen zum Opfer.
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30.000 Seeleute starben
Insgesamt versenkten deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg rund 3000 Handels- und Kriegsschiffe mit rund 30.000 Menschen an Bord. Auf der Seite der U-Boot-Fahrer war der Blutzoll in etwa ebenso hoch: 30.000 der insgesamt über 40.000 Seeleute starben.
mbe/AFP, Spiegel Online