04.10.2011, 10:29 Uhr
Der 68-jährige Wissenschaftler starb drei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe an einem Krebsleiden.
Der kanadische Wissenschaftler Ralph Steinman, dem der diesjährige Medizin-Nobelpreis ausnahmsweise posthum verliehen wird, hat kurz vor seinem Tod noch über die Auszeichnung gescherzt.
Ihr Vater habe geahnt, dass er auch in diesem Jahr wieder in der engen Auswahl für den Nobelpreis sei, berichtete seine Tochter Alexis Steinman.
Der 68-Jährige sei wegen seiner jahrelangen Krebserkrankung am 25. September ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Die Ärzte haben uns gesagt, dass sein Zustand sehr schlecht ist." Die Familie habe Steinman daraufhin scherzhaft aufgefordert, "noch bis Montag durchzuhalten, bis zur Verkündung der Preisträger".
Ihr Vater habe gewusst, wie es gemeint war, sagte Alexis Steinman weiter. "Ich glaube nicht, dass ich es hinbekomme, im Dezember (zur Verleihung der Nobelpreise) zu verreisen", habe der Patient geantwortet.
Der Immunologe habe zwar immer gehofft, eines Tages vielleicht den Nobelpreis zu bekommen, berichtete die 34-jährige Tochter weiter. "Aber er war ein bescheidener Mann. Er hat immer gesagt: Es gibt so viele hervorragende Wissenschaftler, sie werden jemand anderes auswählen."
Steinman war am Montag gemeinsam mit dem US-Forscher Bruce Beutler und dem Franzosen Jules Hoffmann der diesjährige Medizin-Nobelpreis für Forschungen auf dem Gebiet des menschlichen Immunsystems zuerkannt worden. Erst nach der Entscheidung des Nobel-Komitees wurde bekannt, dass der Kanadier bereits am Freitag an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben war.
Der Preis kann den Regeln zufolge eigentlich nicht posthum verliehen werden. In einer Sitzung am Montagabend entschied das Nobel-Komitee in Stockholm jedoch, an Steinman als Preisträger festzuhalten.
Quelle: AFP
Didi schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 14:18:17
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Nobelpreis
Den Hinterbliebenen mein Beileid, ansonsten richtige Entscheidung postum den Preis zu vergeben. Schade, dass solch hervorragende
Menschen, die soviel für Andere forschen und entdecken, für sich selbst nichts mehr tun können. Er hat die Würde dieser Auszeichnung auf jeden Fall verdient.
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geht scho schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 12:47:49
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(2)
Ausnahme von der Regel
ich finde er gehört dennoch geehrt, komm was sind schon drei Tage im Gegensatz zu einem Leben für die Forschung.
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alamot schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 12:25:00
(37)
(4)
Postum
Finde ich eine richtige und sehr menschliche Entscheidung!
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