07.06.2010, 15:32 Uhr
Kanzlerin Merkel soll den Vorschlag der Opposition für einen Bundespräsidenten per SMS abgebügelt haben (Foto: ddp)
In der Koalition wächst, vor allem bei der FDP, Kritik an der Nominierung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) für das Amt des Bundespräsidenten. Die ehemalige FDP-Präsidentschaftskandidatin Hildegard Hamm-Brücher bedauerte, dass nicht nach einem gemeinsamen Kandidaten aller Parteien gesucht worden sei. Der frühere brandenburgische CDU-Vorsitzende Jörg Schönbohm äußerte Sympathien für den von SPD und Grünen vorgeschlagenen Gegenkandidaten Joachim Gauck.
In diesem Zusammenhang bekommt ein Bericht der "Bild"-Zeitung besondere Brisanz, nach der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Vorschlag der Opposition für einen Bundespräsidenten per SMS einsilbig abgebügelt haben soll. In ihrer Internetausgabe gibt die "Bild" eine Handymitteilung wieder, die SPD-Chef Sigmar Gabriel am vergangenen Mittwoch an Merkel gesendet haben soll. Darin bittet der Schreiber ausführlich, Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten aufzustellen.
"Fuer den fall, dass die meinungsbildung ueber einen personalvorschlag innerhalb der koalition noch nicht abgeschlossen sein sollte, moechte ich Ihnen aber auch einen namen nennen, bei dem eine sehr hohe wahrscheinlichkeit fuer eine zustimmung der fraktionen von spd und buendnis 90/die gruenen bestuende: joachim gauck."
Gauck bitte "ausdruecklich darum, dass eine solche kandidatur nicht als parteinahme fuer oder gegen eines der ,politischen lager‘ interpretiert wird. Sondern wie buendnis 90/die gruenen und spd haelt auch er eine eher ueberparteiliche kandidatur fuer sinnvoll und stuende dafuer bereit." Die Spitzen von SPD und Grünen stünden für Gespräche zur Verfügung. Nach Angaben der "Bild" lehnte Merkel das Angebot kurz angebunden ab: "Danke fuer die info und herzliche grüße am" ("am" für "Angela Merkel").
t-online.de Shop Rüsten Sie sich für die WM - Fernseher, Leinwände, Grillgeräte zu Top-Preisen!
t-online.de ShopBeamer zu tollen Preisen
t-online.de ShopHandys zu Top-Preisen
Quelle: t-online.de
jacky schrieb:
am 7. Juni 2010 um 18:05:50
(0)
(0)
Gauck
Ihr müßt das alles einmal von der Kostenseite sehen. Wulff ist erst 50 Jahre alt, wieviele Jahre müssen wir ihm nach einem
eventuellen Ausscheiden die Pension als Bundespräsident noch bezahlen. Bei Herrn Gauck wäre das mit Sicherheit nicht mehr so lange, er ist ja bereits 70 Jahre. Außerdem könnte doch nun einmal einer aus den neuen Bundesländern unser Land repräsentieren. Ich bin aus den alten Bundesländern, soviel zu diesem Thema.
mehr
Kommentar melden
EUZUPA schrieb:
am 7. Juni 2010 um 18:02:58
(0)
(0)
Bundespräsident
Sparbeschlüsse von 80 Mrd. Da wäre doch ein Verzicht auf dieses Amt genau richtig denn es ist doch nur ein Posten
ohne
jeden Einfluß aber sehr sehr teuer. Erst von der Leyen- dann Wulff-jetzt Gauck. Wer ist der nächste- vieleicht Michael Glos
oder Ackermann. Dieser Schmierenkomödie kann man nur den Rücken kehren denn Respekt vor diesem Amt hat die Regierung
Merkel in keinster Weise. Es war gerade Pfingsten aber der heilige Geist hat wieder einen großen Bogen um diese Regierungsversager gemacht??
mehr
Kommentar melden
Cabdriver schrieb:
am 7. Juni 2010 um 18:02:30
(0)
(0)
Mit 70 Jahren Bundespräsident?
Meiner Meinung nach, gehört hier auch ein Blick in die Zukunft, ein Bewerber für dieses Amt sollte nicht schon im Pensionsalter sein.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

SPD und Grüne schicken den 70-Jährigen ins Rennen um die Köhler-Nachfolge. zum Video
Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video