11.06.2010, 11:27 Uhr | dpa
Der amtierende und der ehemalige Kulturstaatsminister, Bernd Neumann (CDU) und Michael Naumann (SPD), haben sich für ein Verbot von Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen. Er sei klar dafür, dass künftig darauf verzichtet werde, sagte Neumann dem Bremer "Weser-Kurier". "Die Sender müssen sich entscheiden, ob sie sich über Gebühren finanzieren oder anderweitig", ergänzte Naumann nach Angaben der Zeitung.
Neumann forderte zudem, dass die Möglichkeiten von ARD und ZDF im Internet begrenzt werden.
Er möchte verhindern, dass die Öffentlich-Rechtlichen mit dem Internet "eine dritte Säule" hätten, damit den Markt verzerrten oder sogar für sich vereinnahmten. Zwar könne man dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk neue Wege wie das Internet nicht völlig verschließen, "aber man kann den Aktionsradius auf das erforderliche Maß beschränken".
Um beim Wegfall der Werbung die Konkurrenz zwischen den Anstalten anzustacheln, sollten die Gebührenzahlungen nach Ansicht Naumanns an die Quoten gekoppelt werden. Auch die finanzielle Verteilung zwischen ARD und ZDF könnte man an den Zuschauerzahlen ausrichten, sagte Neumann.
Der amtierende Kulturstaatsminister kündigte zugleich an, sich dafür einzusetzen, dass das Lesen von gedruckten Zeitungen und Büchern als eine "ganz wesentliche Kulturtechnik" auch in Zukunft möglich sei. "Es wäre schlimm, wenn sich die Rezeptionsgewohnheiten künftig völlig auf das Internet verlagern würden."
Quelle: dpa
Dieter schrieb:
am 22. Mai 2010 um 16:46:10
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ARD & ZDF
Wenn die beiden Sender unsere Gebühren nicht mit beiden Händen zum Fenster hinauswerfen würden, (Sportveranstaltungen,
Unterhaltung, Filme, Gehälter etc.) käme man locker mit den Gebühren ohne Werbung aus.
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web schrieb:
am 22. Mai 2010 um 16:31:57
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Finanzierung von ARD und ZDF
...kluge köpfe, beide haben völlig recht!
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