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Matthias Platzeck kann weiterregieren
27.09.2009, 20:24 Uhr
Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (Foto: dpa)
Der alte Ministerpräsident wird auch der neue werden: Matthias Platzeck kann in Brandenburg weiterregieren. Seine SPD bleibt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 33 Prozent stärkste Partei (2004: 31,9). Dahinter folgen die Linke mit 27,2 Prozent (damals PDS: 28) und die CDU mit 19,8 Prozent (19,4).
Die FDP macht einen Sprung auf 7,2 Prozent (3,3) und zieht wie Bündnis 90/Die Grünen, die sich von 3,6 auf 5,6 Prozent verbessern, nach 15 Jahren erstmals wieder in den Landtag ein. An der Landtagswahl beteiligten sich 67,5 Prozent der Stimmberechtigten, vor fünf Jahren waren es 56,4 Prozent.
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FDP nach 15 Jahren zurück
Erstmals seit 15 Jahren Abstinenz kehrt die
FDP wieder in den Landtag in Potsdam zurück. Dagegen ist die rechtsextreme DVU nach zwei Wahlperioden mit diesmal nur noch gut einem Prozent aus dem Brandenburger Parlament herausgewählt worden.
Gespräche mit beiden
Die Zusammenarbeit der SPD mit der CDU verlief in den vergangenen fünf Jahren weitgehend reibungslos. Dennoch schließen die Sozialdemokraten auch ein Zusammengehen mit der Linkspartei nicht aus. Der brandenburgische SPD-Generalsekretär Klaus Ness stellte Sondierungsgespräche sowohl mit dem bisherigen Koalitionspartner CDU als auch mit der Linken in Aussicht: "Ich kann mir vorstellen, dass wir sowohl CDU als auch Linke zu Sondierungsgesprächen einladen", erklärte er.
Linke fordert Mut von der SPD
Ministerpräsident Platzeck erklärte, er sei sehr froh, dass die SPD das fünfte Mal in Folge stärkste politische Kraft in Brandenburg geworden sei, und das ohne Rückenwind von Bundesebene. Außerdem sei der Potsdamer Landtag wohl "endlich nazifrei". Linken-Spitzenkandidatin Kerstin Kaiser erklärte: "Jetzt ist Mut gefragt", damit mit einem rot-roten Bündnis eine andere Politik in Brandenburg gemacht werden könne. "Dazu ist die Linke bereit." Die CDU-Spitzenkandidatin und Wissenschaftsministerin Johanna Wanka zeigte sich erfreut, dass ihre Partei bei den Wählern an Vertrauen gewonnen habe.
Platzeck beliebt
Dass die SPD in Brandenburg erneut gewinnt, liegt ohne Frage vor allem an Matthias Platzeck, der im Land ungebrochen beliebt ist. Mehr als 70 Prozent der Brandenburger zeigten sich in Umfragen vor der Wahl zufrieden mit der Arbeit des 55-Jährigen. Der Wahlkampf seiner Partei war denn auch ganz auf ihn zugeschnitten. Die Christdemokraten hielten sich zudem mit Angriffen ebenso zurück wie die Linken, da beide ja in eine Regierung mit der SPD streben.
Über zwei Millionen waren aufgerufen
Zur Abstimmung aufgerufen waren 2,13 Millionen Wahlberechtigte. Um die 88 Landtagsmandate bewarben sich 13 Parteien und insgesamt 443 Kandidaten.
Quelle: dapd
, AFP
, dpa
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