09.01.2012, 08:25 Uhr
Monti unterstützt Sarkozys Bestrebungen für eine europäische Finanztransaktionssteuer (Quelle: Reuters)
Der italienische Regierungschef Mario Monti hat sich offen für eine Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene gezeigt. Rom sei bereit, an der Einführung einer solchen Steuer in der Europäischen Union mitzuarbeiten, sagte Monti am Sonntagabend im öffentlich-rechtlichen Sender RAI 3. Eine Finanztransaktionssteuer nur in Italien lehnte er dagegen ab.
Am Freitag hatte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für Verstimmungen gesorgt, als er einen Alleingang seines Landes bei der umstrittenen Finanztransaktionssteuer ankündigte. Frankreich wolle in Europa als Beispiel vorangehen und die Steuer bereits Ende Januar beschließen.
Präsidentenberater Henri Guaino hatte erklärt, er hoffe, dass sich Deutschland dem Vorgehen Frankreichs anschließe. Die Bundesregierung machte aber deutlich, dass sie vorerst keinen deutsch-französischen Alleingang will. Das Thema wird auch beim Treffen Sarkozys mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin auf der Tagesordnung stehen.
Der britische Premierminister David Cameron sprach sich am Sonntag erneut gegen die Einführung der Finanztransaktionssteuer aus. Er werde sich so lange dagegen wehren, wie die Steuer nicht weltweit eingeführt werde, sagte Cameron der BBC.
Monti kündigte zudem an, er wolle Merkel bei seinem Besuch in Berlin am Mittwoch deutlich machen, dass Deutschland vom gemeinsamen Binnenmarkt und dem Euro profitiere. In Deutschland sorge sich die öffentliche Meinung darum, dass eines Tages für das sorglose Verhalten anderer EU-Staaten gezahlt werden müsse, sagte Monti auf RAI 3. Doch er wolle Merkel erstens erklären, dass Italien weit davon entfernt sei, "unverantwortlich" zu handeln. Zweitens ziehe Deutschland Gewinn aus dem EU-Markt und der europäischen Gemeinschaftswährung.
Quelle: AFP
GO schrieb:
am 9. Januar 2012 um 14:31:03
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Montie
Bei einer Buchhaltung werden Einnahmen und Ausgaben erfasst. Stellt man sie gegenüb er, kann man feststellen ob man Gewinn oder
Verlust gemacht hat. Die Politiker sind aber alle offensichtlich so doff, dass sie die nicht können, oder sie verschweigen das Resultat, was möglicherweise zum Sturz der herrschenden Regieme führen würde.
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Birgit schrieb:
am 9. Januar 2012 um 12:42:29
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Finanztransaktionssteuer
Das wird so ablaufen wie bei allen vorherigen Treffen. Die Siegermacht Frankreich wird dem Kriegsverlierer
Deutschland vorgeben wo der Hammer hängt. Sonst wäre die gesamte Gründung der EU überflüssig. Informiert euch !!
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alf schrieb:
am 9. Januar 2012 um 12:34:18
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monti
Dann bin ich ja beruhigt, wenn Herr Monti feststellt, dass Deutschland vom Euro nur Vorteile hat. D. h. Deutschland zahlt weiter obwohl
selbst schon bankrott. Die Menschen arbeiten bis 67-70, damit die anderen Länder das Renteneintrittsalter bei 56 halten bzw weiter senken können. Nach dem Motto
wir haben ja die Deutschen die für diese unsere soziale Errungenschaft arbeiten und zahlen. Wir machen bei diesen Schwätzern auch noch Urlaub.
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