20.02.2012, 14:46 Uhr
Im Kampf gegen Italiens riesigen Schuldenberg will Regierungschef Mario Monti keine zusätzlichen Sparmaßnahmen ergreifen. Selbst wenn die Rezession anhalte und sich die Wirtschaftslage nicht verbessere, "gibt es keine Notwendigkeit für einen neuen (Spar-)Plan", sagte Monti am Montag in Mailand vor Vertretern der Finanzbranche. Denn seine Regierung habe bereits "Sicherheitspuffer" in ihren letzten Sparhaushalt vom Dezember eingebaut.
Italien als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sitzt auf einen riesigen Schuldenberg von rund 1,9 Billionen Euro. Das entspricht 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Nach dem Sturz von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sein Nachfolger Monti im Dezember einen Sparhaushalt verabschieden lassen, der Einsparungen von rund 20 Milliarden Euro vorsieht. Damit will Rom im kommenden Jahr wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
"Wir waren vorsichtig", sagte Monti. Die dem Haushalt zugrunde gelegten Konjunkturdaten seien "sehr bescheiden" gewesen. Zudem seien damals die Kosten für Kredite noch sehr hoch gewesen und seitdem gefallen. Darüber hinaus ging Monti davon aus, dass der Staat zusätzliche Einnahmen durch sein verstärktes Vorgehen gegen Steuerflucht verbuchen kann, die bisher nicht im Haushalt berücksichtigt wurden.
Italien steckt seit Ende 2011 in der Rezession. Laut der Regierungsprognose wird die italienische Wirtschaft in diesem Jahr nochmals um 0,4 Prozent schrumpfen. Deutlich pessimistischer ist Italiens Zentralbank. Sie geht von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes zwischen 1,2 und 1,5 Prozent aus. Noch düsterer sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) die Lage, der mit einer Schrumpfung der Wirtschaft um 2,2 Prozent rechnet.
Quelle: AFP
Freidenker schrieb:
am 20. Februar 2012 um 16:35:12
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Schuldenbremse
Ok Monti, wenn dann wirklich am Ende mehr in der Kasse ist und man dich beim Wort nehmen darf (Politiker darf man nie beim
Wort nehmen!) wird Italien ja bald kaum noch Schwarzarbeit haben. Die müssen sich was einfallen lassen, da der Tourismus zurück geht (seit Jahren) müssen die Leute eben mehr im Dienstleistungs- und Handwerkssektor arbeiten, allerdings auch Steuern bezahlen. Ich drücke mal die Daumen
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Stefan schrieb:
am 20. Februar 2012 um 16:17:56
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Wenn sollen die Sparmaßnahmen treffen ?
Es kommt immer drauf an ,ob man beim Konsummer Spart mit einem Durchschnitts einkommen .Oder bei bei
den mit Höheres Einkommen die ihr Geld sowieso nicht ausgeben können weil sie schon alles haben.
Fakt ist das Geld muß Gerechter aufgeteilt werden .Was nutzen dem Staat 20 Millardere ?Wenn die meisten der Bevölkerung sich gut überlegen müßen wofür sie ihr Geld ausgeben.Weil sie am ende des Monats nichts mehr in der Tasche haben.
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Honso schrieb:
am 20. Februar 2012 um 15:27:37
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@rasso
Die Ratingagenturen sind gerade dabei, sich langsam aber sicher ins Abseits zu stellen. Bereits bei den letzten Abstufungen hat man
gesehen, dass sich die Märkte immer weniger um die Ratings scheren - schließlich sind im Falle von Italiens die Ratings ebenso gefallen wie die Zinsen, die auf neue Anleihen zu zahlen sind. Und was die Bekämpfung der Steuerhinterziehung bringt, kann man gerade jetzt sehen. Man spricht bereits davon, die nächste Mwst.-Erhöhung zu streichen, so viel Geld kommt so rein
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