14.11.2011, 12:31 Uhr
Monti soll Italien aus der Krise führen Der frühere EU-Kommissar ist von Staatspräsident Napolitano mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt worden.
Die Europäische Union hat die Nominierung des früheren EU-Kommissars Mario Monti zum neuen italienischen Ministerpräsidenten begrüßt. Dies sei nach der Verabschiedung der Spargesetze ein weiteres ermutigendes Signal für die Überwindung der Krise, erklärten EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Beide EU-Spitzen machten aber auch klar, dass die Ernennung Montis nichts an der wirtschaftspolitischen Überwachung Italiens durch die Europäische Union ändern werde.
"Wie beim Gipfel der Euroländer am 26. Oktober vereinbart, wird die Kommission weiter die Umsetzung der von Italien ergriffenen Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung prüfen." Kommissionsexperten sind bereits seit vergangener Woche in Rom, um die Bücher zu untersuchen.
Monti hatte am Sonntagabend von Staatspräsident Giorgio Napolitano den Auftrag erhalten, eine Regierung zu bilden. Er nahm die Aufgabe "unter Vorbehalt" an. Der Wirtschaftsexperte, dem Kollegen wegen seiner gewissenhaften Art den Spitznamen "italienischer Preuße" verpasst haben, soll das hoch verschuldete Land aus der Krise führen. Notwendig seien Konsultationen, die er schnell, aber sorgfältig ausführen wolle. "Ich werde zum Präsidenten zurückkehren, sobald ich in der Lage bin, diesen Vorbehalt aufzulösen", sagte Monti. Italien müsse in Europa wieder ein Element der Stärke und nicht der Schwäche werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel erhofft sich von einer raschen Neuordnung in Rom einen stabilisierenden Effekt auf die Eurozone. "Ich denke, dass wir in den nächsten Tagen eine Regierungsbildung haben werden", sagte sie.
Der italienische Lebemann machte sich in vielerlei Hinsicht einen Namen. zum Video
Silvio Berlusconi war am Samstagabend wie angekündigt als Ministerpräsident zurückgetreten. Aus der Politik verabschieden will er sich aber nicht. Der Chef seiner Partei Volk der Freiheit (PdL), Angelino Alfano, meinte, Berlusconi werde wohl den PdL-Vorsitz übernehmen. Er werde mit doppeltem Einsatz im Parlament weitermachen, kündigte Berlusconi am Abend in einer TV-Botschaft an.
Als letzter Akt der Regierung Berlusconi hat das Parlament am Samstag ein Gesetzespaket gegen die Schuldenkrise verabschiedet. Vorgesehen sind Steuererleichterungen zur Förderung des Wachstums, der Verkauf von Staatseigentum zum Abbau der Schulden und eine Anhebung des Rentenalters auf 67 bis 2026.
Seit rund 20 Jahren prägt Silvio Berlusconi die italienische Politik. Wie ein Stehaufmännchen überstand er Finanzaffären und Sexskandale. zum Video
Berlusconis Rücktritt wird in Italien als Ende einer Epoche gewertet: 17 Jahre lang prägte der "Cavaliere" politisch das Geschehen in seinem Land. "Heute ist der Tag der Befreiung Italiens", meinte der Chef der größten Oppositionspartei PD (Demokratische Partei), Pierluigi Bersani, zu dem Rücktritt.
Quelle: dpa
machen wir uns doch nix vor schrieb:
am 14. November 2011 um 21:05:21
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Super Mario
reisst es auch nicht raus , nach Griechenland ist Italien das 2. Land das Pleite geht.
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Irrender schrieb:
am 14. November 2011 um 17:59:01
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Preußische Marionette
Die Hoffnung soll ja gute Eigenschaften haben, vor allem soll sie sehr langlebig sein. Was aber ein Preuße je zur
Krisenbekämpfung beigetragen haben soll, steht wohl nur als Fußnote in Geschichtsbüchern. Nein, die Italiener haben das "Dolce far niente" so tief verinnerlicht, dass ein Preuße nur seinen Alleingang durchziehen kann. Es ist schon sehr verdächtig, dass das südliche Europa einer Verschlankung entgegen gehen soll und dabei können sie so schön pfeifen auf der Schalmei.
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KONDI schrieb:
am 14. November 2011 um 17:05:02
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IT
Wenn Monti tiefer in die Bücher seines Vorgängers geschaut hat wird es ihm schaudern,was da alles noch zu Tage kommt.Trotzdem könnte IT
es mit seiner Industrie und seiner Agrarproduktion schaffen.Von Portugal,Spanien,Irland und Griechenland glaube ich das nicht.Diese Länder waren vor dem Euro schwach und nach seiner Einführung noch schwächer.Wovon wollen die erstarken?Nur von Sonne und Meer ist das nicht möglich.Sie sind einfach konkurrenzunfähig und das kann niemand ändern,auch kein Schirm.
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