19.10.2011, 14:26 Uhr
Marie Dedieu wurde Anfang Oktober auf der kenianischen Insel Manda entführt (Quelle: Reuters/dpa)
Die 66-jährige Französin Marie Dedieu, die Anfang Oktober aus ihrem Haus in Kenia verschleppt wurde, ist tot. Das teilte der französische Außenminister Alain Juppé nach einer Kabinettssitzung mit. Juppé sprach vor Journalisten von einem "Akt der Barbarei".
Die auf einen Rollstuhl und Medikamente angewiesene Journalistin lebte seit den 1990er Jahren mit ihrem kenianischen Lebenspartner auf dem Archipel Lamu. Sie war am 1. Oktober aus ihrem Haus auf der kenianischen Ferieninsel Manda entführt und nach Somalia verschleppt worden. Juppé betonte, die ihr geschickten Medikamente hätten die krebskranke Frau nie erreicht. Details zu den Umständen ihres Todes machte er nicht.
In den kenianischen Medien war spekuliert worden, dass die Täter somalische Kämpfer mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida sein könnten. Das französische Außenministerium hatte aufgrund des Vorfalls auf seiner Website Urlaubern dringend vor Reisen auf die Inselgruppe Lamu abgeraten. Der Vorfall wurde als schwerer Schlag gegen die Tourismusbranche des afrikanischen Landes gewertet, das maßgeblich vom Fremdenverkehr abhängig ist.
Manda gehört zum Lamu-Archipel im Indischen Ozean, das nur 50 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt ist. Zahlreiche Prominente aus dem Ausland besitzen auf der Insel Villen und Strandgrundstücke, darunter Welfenprinz Ernst August von Hannover und Caroline von Monaco. Seit einiger Zeit häufen sich Überfälle in dem kenianischen Urlaubergebiet.
Am 11. September hatten Unbekannte eine britische Touristin aus einer Ferienanlage nördlich der Insel Lamu verschleppt und ihren Ehemann getötet. Inzwischen wird vermutet, dass sie an Piraten verkauft wurde, die sie nun in Zentralsomalia festhalten.
Quelle: AFP , dpa
splotbag schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 14:45:30
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Somalia
wer sich dort aufhält muss damit rechnen und handelt Fahrlässig, egal ob dort Eigentum vorhanden ist oder nicht. Dummheit stirbt
eben nie aus. Ich selbst war in Mogadischu..einem Somalia musste ich leider zeigen wo´s lang geht...tat mir zuerst leid, aber heute bin ich froh darüber..hier gibt's und hilft keine Diskussion und Bitte Bitte sagen.
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sole schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 14:17:45
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in Kenia entführte Französin tot
Was geht bloß in den Hirnen und Herzen der Entführer und Terroristen vor, egal ob in Kenia, Somalia und
sonst auf der Welt. Ihnen fehlt jede Achtung und Humanität, in erster Linie vor sich selbst.
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Scharfrichter schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 14:02:59
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Lockvögel
Es ist doch wohl logisch, dass die militante Armut in Somalia ein Juwel wie eine Insel mit Villen reicher Adeliger nicht
verschont, nur weil die 50 Km entfernt in Kenia liegt. So ein Schatz lockt dieses modern hochgerüstete Piraten- und Terrorgesindel an wie jeder Kothaufen die Fliegen. Ist ja auch irgendwie pervers, wenn europäische Vermögende sich neben dem afrikanischen Hungertod ein Luxusurlaubsdomizil leisten. Da würde selbst ich wütend werden !
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