21.04.2011, 16:14 Uhr
Baden-Württembergs scheidender CDU-Chef Stefan Mappus hat Generalsekretär Thomas Strobl, Schwiegersohn von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), als Nachfolger im Parteivorsitz empfohlen. "Er kann das", sagte der abgewählte Ministerpräsident. Strobl habe als Generalsekretär eine "exzellente Arbeit" geleistet und könne nicht als Einziger für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht werden.
"Die Wahl hat nicht Thomas Strobl verloren. Wir haben sie gemeinsam verloren." Es wäre unfair, dem Bundestagsabgeordneten aus diesem Grund den Zugriff auf das Amt des Parteivorsitzenden zu verweigern.
Strobl kündigte eine Neupositionierung der CDU an, die mit der Parteibasis erarbeitet werden müsse. Sein Motto sei: "Zuhören, ernst nehmen, zusammenführen." Die Südwest-CDU dürfe nicht den Fehler machen, zu sagen: "Da ist ein kleiner Betriebsunfall passiert am 27. März, und das ist morgen wieder vorbei", sagte Strobl. "Vermutlich ist das die schwierigste Lage, seit es die CDU Baden-Württemberg gibt."
Die Schwerpunkte der CDU seien zwar weiter richtig, doch müssten einige Positionen kritisch hinterfragt werden. "Wir brauchen eine breitere Aufstellung, auch gegenüber der Kirche, Kunst und Kultur" sagte der Heilbronner Bundestagsabgeordnete.
Der Generalsekretär soll noch vor der Sommerpause auf einem Parteitag gewählt werden, erklärte Mappus. Der Kandidat werde sich aber vorher noch bei vier Regionalkonferenzen vorstellen. Der scheidende Ministerpräsident erklärte, er gehe davon aus, dass es keine weiteren Bewerber geben werde.
Mappus hingegen stellte seinen Abschied aus der Politik in absehbarer Zeit in Aussicht. "Ich würde meine Zukunft nicht primär in der Politik sehen", sagte der 45-Jährige. Er wolle nicht jahrelang als Abgeordneter auf den hinteren Rängen des Landtags sitzen. Wo genau er seine berufliche Zukunft sieht, wollte Mappus nicht sagen. Auch in der CDU will sich Mappus künftig zurücknehmen. "Ich will keine herausgehobene Position."
Die CDU war bei der Wahl am 27. März auf 39,0 Prozent und damit auf ihr schlechtestes Ergebnis seit 55 Jahren abgestürzt. Da die bisher mitregierende FDP nach Prozenten und Mandaten mehr als halbiert wurde und mit 5,3 Prozent nur noch knapp in den Landtag kam, trugen Grüne und SPD gemeinsam den Sieg davon. Grün-Rot wird im neuen Landtag gemeinsam 71 und damit vier Mandate mehr haben als CDU (60) und FDP (7) zusammen.
Quelle: dpa
Nicki schrieb:
am 21. April 2011 um 18:10:31
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Schwiegersohn
Warum nicht mal unabhängige Kandidaten. Warum immer nahe Verwandte.
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Aculeus schrieb:
am 21. April 2011 um 17:36:05
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Verwandtschaft
Der schwarze Filz kann es einfach nicht lassen . Verwandtschaftsgetue zur
Einkommensabsicherung.
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elleff schrieb:
am 21. April 2011 um 17:06:49
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im Mittelalter
war politische Macht auch schon erblich.... inzwischenund besiedeln ganze Dynastien Bundestag und sonstige Gremien. Gott sei
Dank hat Angie keine Nachkommen...
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