17.09.2010, 10:00 Uhr
Südkoreanische Aktivisten demonstrieren gegen das Manöver mit den USA (Foto: Reuters)
Die US-Streitkräfte haben ihr zweites gemeinsames Großmanöver mit südkoreanischen Einheiten binnen eines Monats begonnen. In die elftägigen Übungen sind 56.000 südkoreanische sowie 30.000 amerikanische Soldaten eingebunden, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte.
Das Manöver mit dem Codenamen "Ulchi Freedom Guardian" (UFG) findet statt, während die Situation zwischen den beiden koreanischen Staaten äußerst angespannt ist. Nordkoreas Militär hatte mit Rache gedroht.
Anders als die Seeübung Ende Juli, mit der beide Länder direkt auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes reagierten, handelt es sich nun um ein jährlich stattfindendes Manöver. Im Mittelpunkt stehen computergestützte Simulationen eines Krieges auf der geteilten Halbinsel.
Südkoreas Präsident Lee Myung Bak beschrieb UFG als eine "Übung für Frieden und Kriegsabschreckung". Die Aktion werde jedes Jahr veranstaltet, doch diesmal seien die Menschen angesichts der angespannten Situation sehr besorgt, sagte Lee.
Bereits vor dem Seemanöver hatte Nordkorea vor einem "Heiligen Krieg der Vergeltung" und einem Einsatz mit Atomwaffen gewarnt. Gemeinsame Manöver der USA und Südkoreas kritisiert das kommunistische Land regelmäßig als Vorspiel zu einem Angriff.
Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten haben sich seit dem Untergang der Korvette "Cheonan" zugespitzt. Südkorea macht Nordkorea für den Vorfall verantwortlich, bei dem im März 46 Seeleute getötet worden waren. Ein nordkoreanisches U-Boot soll das Schiff vor der Westküste Südkoreas mit einem Torpedo versenkt haben. Nordkorea weist jede Schuld von sich.
Die USA und ihr Bündnispartner planen in den kommenden Monaten weitere Manöver vor der Ost- und Westküste Südkoreas. China hatte wiederholt die Pläne der beiden Länder kritisiert, auch im Gelben Meer gemeinsame Manöver zu veranstalten.
Quelle: dpa
gustavo schrieb:
am 16. August 2010 um 19:33:32
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MWK
MWK - da sabbert eine ganz Schlauer ...
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Ernst K. schrieb:
am 16. August 2010 um 19:25:13
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Nordkorea
Das ist natürlich eine Pokerpartie mit erheblichem Restrisiko, aber psychologisch notwendig um klarzumachen, daß sich 'ne
Weltmacht nicht von einem kleinen Land bloßstellen lassen kann. Andere werden interessiert zusehen, ob der kleine Kim sich durchsetzt und ihre Schlüsse daraus ziehen, einschließlich Iran. Nun ist Nordkorea sicherlich rationaler als mancher arabische Staat und Kim nicht suizidal. Das Pokern scheint daher kalkulierbar. Und: Es darf kein zweites "München" geben.
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MWK schrieb:
am 16. August 2010 um 19:01:47
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Provokation
Die USA können es nicht lassen zu provozieren, wo es nur geht. Schade, daß es niemanden gibt, der diesen großmäuligen
Arroganzlingen endlich einmal kräftig eine auf die Klappe gibt.
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