04.04.2011, 15:49 Uhr
Ein Mangrovenwald an der Flussmündung des Daintree-Rivers in Queensland, Australien (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Mangroven gehören zu den größten Kohlenstoffspeichern in den Tropen. Das bestätigen jetzt umfassende Daten, die Forscher im Fachblatt "Nature Geoscience" veröffentlichten. In den letzten fünf Jahrzehnten ging der Bestand der tropischen Küstenwälder aber um 30 bis 50 Prozent zurück.
Mangroven, die sich an das Leben im Gezeitenbereich der Meeresküsten angepasst haben, machen nur 0,7 Prozent der tropischen Wälder aus. Ihre Zerstörung aber verursacht zehn Prozent der globalen Kohlendioxid-Emission durch Entwaldung, schätzen die Wissenschaftler um Daniel Donato vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA. 20 bis 120 Millionen Tonnen Kohlenstoff jährlich würden nicht mehr durch die Salzpflanzen aufgenommen und im Boden gespeichert. Das bedeutet zusätzliches Kohlendioxid in der Atmosphäre.
Die Forscher untersuchten 25 Mangrovenwälder im indopazifischen Raum - dort gibt es die meisten Flächen und die größte Artenvielfalt der Pflanzen - auf ihren Kohlenstoffgehalt. Das größte Vorkommen fanden sie in Bodenschichten von einem halben Meter bis drei Metern Tiefe. Die Pflanzen wandeln Kohlendioxid über die Photosynthese in organisches Material um, das sich zum Teil als Humus im Boden ablagert.
Ausgetrockneter Mangrovensumpf in der Colorado-Wüste, Kalifornien (Foto: imago) (Quelle: imago)Wegen ihrer wichtigen Funktion für den Klimaschutz fordern die Wissenschaftler, dem Schutz der Mangroven mehr Priorität einzuräumen. Die Wälder bieten außerdem Wohnraum für zahlreiche Tierarten sowie Schutz gegen Küstenerosionen und vor Flutwellen.
Der Mangroven-Schutz alleine greife allerdings zu kurz, sagte Tim Rixen vom Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen. "Mangroven sind Teil der tropischen Küstenzone, die zusammen mit tropischen Torfen, Seegraswiesen und Korallenriffen häufig eine Einheit bilden, die auch als solche geschützt werden sollte."
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Quelle: dpa
Jogi schrieb:
am 4. April 2011 um 18:51:58
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Wälder
Wer braucht schon Mangrovewälder, dann könnten wir doch noch mehr Weizen, Mais etc. zur Biospritherstellung anpflanzen. Leute wann
merkt ihr endlich, dass man Geld ist essen kann ? Ich habe das letzte bisschen Hoffnung an die menschliche Intelligenz seit der Japankatastrophe und Biospritdiskussion leider verloren :-(
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Sager schrieb:
am 4. April 2011 um 17:27:12
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Mangrovenwälder müüsen weg
Dann können mehr Flächen für Ölpalmen gewonnen werden und das ist gut für die Umwelt. Das Öl nehmen wir
für Wasch-
mittel in die kein Erdöl kommt und für Treibstoffersatz beim Auto. Durch die Ölpalmen haben wir dann nachwachsende Rohstoffe und einen Kreislauf beim CO2. Wer kann schon was mit Mangrovenwälder anfangen. Die sind nur für Touristen
zum anschauen.
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