07.11.2010, 17:31 Uhr
Schüsse auf Immigranten in Malmö: erst zwei Wochen liegt die letzte Attacke zurück (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Vorsichtiges Aufatmen in Schweden: Der rassistische Heckenschütze von Malmö ist vermutlich gefasst. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines 38-Jährigen. Er wird verdächtigt, seit einem Jahr Angst und Schrecken in der südschwedischen Großstadt verbreitet zu haben. Es bestehe dringender Tatverdacht bei einem Mord und sieben Mordversuchen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Die Polizei hatte in den letzten Monaten massiv nach dem Attentäter gefahndet, dem seit vergangenem Herbst 15 Angriffe auf Zuwanderer mit einem Gewehr zugeschrieben werden.
Nach Angaben der Oberstaatsanwältin fand die Kripo nach der Festnahme am Samstagabend zwei Schusswaffen in der Wohnung des Mannes. Außerdem verfüge er über einen Waffenschein.
Beim ersten Verhör wies der Festgenommene alle Vorwürfe zurück. "Dieser Fall ist längst nicht gelöst. Aber Malmös Bürger können die jüngsten Fortschritte unserer Fahndung als positiv werten", sagte der Kripochef.
In der Nacht des 10. Oktober 2009 starb eine 20-jährige Schwedin nach Schüssen in ihr Auto. Ihr dunkelhäutiger Begleiter wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Danach registrierte die Polizei 14 weitere Überfälle im abendlichen Dunkel mit einem großkalibrigen Gewehr. Ein konkretes Tatmotiv gibt es bei keinem der Fälle.
Ziel waren fast immer dunkelhäutige Menschen. Mehrere der Opfer wurden von hinten auf der Straße beschossen. Der Heckenschütze schoss auch in Wohnungen und Geschäfte, durch deren Fenster Zuwanderer zu sehen waren. Das südschwedische Malmö ist die Großstadt mit dem höchsten Zuwanderer-Anteil des skandinavischen Landes.
1991 und 1992 hatte der als "Lasermann" bekanntgewordene Schwede John Asonius in ähnlicher Weise mit seiner Schusswaffe sowie einem Laser-Zielfernrohr Jagd auf Zuwanderer gemacht und dabei einen Mord begangen. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der jetzt als mutmaßlicher Heckenschütze festgenommene Mann wurde von Nachbarn als "stiller Einzelgänger" geschildert. Nach den offiziellen Polizeiangaben ist er in den letzten fünf Jahren nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Bis Dienstag muss nun über einen Haftbefehl entschieden werden.
Quelle: dpa
Kritischer Beobachter schrieb:
am 7. November 2010 um 19:03:05
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Maßgeblicher Heckenschütze
Die Meldung, díe Titel-Überschrift impliziert, dass ein Mann ohne weitere polizeilichen Untersuchungen
abzuwarten, von wem auch immer als "maßgeblicher Heckenschütze" bezeichnet wird. Was bedeutet "maßgeblich" - soviel wie hauptursächlich, verantwortlich! Das jedoch ist der Meldung nicht zu entnehmen. Hier handelt es sich um einen Verdacht.
Statt Maßgeblicher hätte von "Angeblicher Heckenschütze" die Rede sein müssen! Noch ist nichts bewiesen und noch gilt die Unschuldsvermutung
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Icke schrieb:
am 7. November 2010 um 14:40:37
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Täter
Was dieser Mann (wenn er es wirklich war) davon hatte frage ich mich. Am besten in ein Loch sperren und Schlüssel wegwerfen.
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