Drucken
Mann erschlagen und verbrannt
05.10.2009, 11:50 Uhr
Zur Verdeckung eines Autodiebstahls sollen drei Brüder in Magdeburg einen 29-jährigen Mann ermordet haben. Einer der Tatverdächtigen sei geständig, sagte Oberstaatsanwältin Silvia Niemann. Den Ermittlungen zufolge erwischte der 29-Jährige das Trio vor zwei Wochen beim Einbruch in sein Auto. Um den Diebstahl zu verdecken, sollen die Brüder auf den Mann eingeschlagen und den leblosen Körper im Kofferraum seines Autos zu einem Steinbruchsee gefahren haben.
Dort sollen die 24 und 25 Jahre alten Männer ihr Opfer in eine Tonne gesteckt, mit Benzin übergossen und angezündet haben. Ob der 29-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits tot war, wird noch rechtsmedizinisch untersucht.
Blutspuren im Auto
Die verkohlte Leiche versenkten die Tatverdächtigen in dem sieben Meter tiefen See. Dorthin führte einer von ihnen Ende vergangener Woche nach seinem Geständnis die Polizei. Taucher bargen den Leichnam. Nach der Obduktion gehen die Ermittlungsbehörden mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um den zuvor als vermisst gemeldeten Magdeburger handelt. Bereits beim Fund des Autos deuteten laut Polizei Blutspuren auf ein Verbrechen hin.
Verdächtige hoben mit EC-Karte des Opfers Geld ab
Die drei mutmaßlichen Täter ermittelte die Polizei den Angaben zufolge, weil sie mit der EC-Karte ihres Opfers Geld abhoben. Eine Videoaufzeichnung führte zu ihrer Identifizierung. Die drei Brüder sind der Polizei bekannt und unter anderem wegen räuberischer Erpressung und Eigentumsdelikten verurteilt.
"Gehen von gemeinschaftlichem Mord aus"
Nun sitzen sie in verschiedenen Gefängnissen in Untersuchungshaft. "Wir gehen von gemeinschaftlichem Mord aus", sagte Niemann. Die Tat sei mit "erschreckender Brutalität und Kaltschnäuzigkeit" begangen worden.
Quelle: dapd