09.11.2011, 14:02 Uhr
Der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls muss erneut ins Gefängnis. Vom Landgericht Augsburg wurde er wegen Betrugs und betrügerischen Bankrotts zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Der 68-Jährige hatte Millionen besessen und sich gleichzeitig seinen Schuldnern gegenüber als mittellos ausgegeben. Seine Ehefrau muss wegen Beihilfe zum Bankrott und Betrug für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Der mitangeklagte Lobbyist Dieter Holzer erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten wegen Beihilfe zum Bankrott. Sie hatten Pfahls geholfen, sein Vermögen zu verschleiern.
Pfahls war 1999 untergetaucht, nachdem im Zusammenhang mit dubiosen Rüstungsgeschäften des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber der Verdacht auf Schmiergeldzahlungen aufgekommen war. 2004 wurde er in Paris gefasst und 2005 in Augsburg wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Doch statt die geforderten Prozesskosten und Steuerforderungen zu begleichen, gab er sich als mittellos aus. Gleichzeitig verschob Pfahls hohe Geldbeträge und machte Scheingeschäfte, um sein Vermögen vor seinen Gläubigern zu schützen.
Quelle: dpa
Werner schrieb:
am 9. November 2011 um 19:55:22
(18)
(2)
Das Urteil passt
Allerdings ist Max Strauß immer noch auf freiem Fuß. Und der Staatsanwalt, der die Festplatte von Mäxchen
"verloren" hat auch. Ja, auch hier gilt - die Kleinen hängt man, die Großen....
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costa.brava.hombre schrieb:
am 9. November 2011 um 19:05:54
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(1)
Pfahl
Ich frage mich manchmal, ob er alleine von diesen Geschäften partizipiert hat. Der Staat scheint hier ein Exempel statuieren zu
wollen. Meine ganz persönlich Meinung, weder für noch gegen Pfahl. Ich bin für Gerechtigkeit, aber da muss man sich manchmal wundern wie Gerechtigkeit definiert wird.
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Nicky68 schrieb:
am 9. November 2011 um 18:00:49
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L.H. Pfahls
Der Mann ist Jurist, war Geheimdienst-Chef und Staatssekretär. Er hatte es
absolut nicht nötig krumme Dinger zu drehen. Solchen
Leuten sollte man auch
bei Strafen die doppelte Portion geben. Und wie ist es mit der Pension? Die
hat er hoffentlich doch wohl verwirkt. - Und das Schmiergeld darf er behalten?
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