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London will US-Vorwürfe gegen BP im Lockerbie-Fall prüfen

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London will US-Vorwürfe gegen BP im Lockerbie-Fall prüfen

19.07.2010, 09:52 Uhr

Abdel Basset al-Megrahi soll auf Druck von BP aus der Haft entlassen worden sein (Foto: Reuters)

Abdel Basset al-Megrahi soll auf Druck von BP aus der Haft entlassen worden sein (Foto: Reuters)

Die US-Regierung macht nicht nur wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gegen den britischen Energiekonzern BP mobil. Das Unternehmen soll seine Finger im Spiel gehabt haben, als Großbritannien den kranken libyschen Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi aus der Haft in dessen Heimat entließ.

Vier demokratische US-Senatoren werfen BP vor, Druck auf die Regierung in London ausgeübt zu haben, um sich ein Millionengeschäft mit Libyen zu sichern. Der britische Außenminister William Hague sicherte nun seiner US-Kollegin Hillary Clinton Hilfe bei der Untersuchung der Vorwürfe zu.

In einem Telefongespräch mit Clinton habe Hague betont, dass die Regierung die Ausreise von al-Megrahi vor rund einem Jahr als "einen Fehler" ansehe, meldete die Nachrichtenagentur PA. Man werde "konstruktiv" mit Washington zusammenarbeiten.

Zu lebenslanger Haft verurteilt

Al-Megrahi war 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bei dem Anschlag auf eine Maschine der US-Fluglinie Pan Am über dem schottischen Ort Lockerbie im Dezember 1988 waren 270 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen waren US-Bürger.

Al-Megrahi hatte seine Schuld stets bestritten. Er war begnadigt worden, da Ärzte ihm attestierten, er habe wegen einer Prostatakrebs-Erkrankung nur noch drei Monate zu leben. Al-Megrahi wohnt seitdem bei seiner Familie in einer Villa in Libyen. In den vergangenen Monaten war Kritik an der Begnadigung laut geworden.

Der damalige Justizminister Jack Straw hatte offen eingeräumt, dass bei der Entscheidung über das Schicksal des Attentäters Ölgeschäfte eine Rolle gespielt hätten. BP hatte kurz nach der Freilassung einen sehr lukrativen Fördervertrag mit Libyen abgeschlossen, bestreitet aber, Einfluss auf die Entscheidung genommen zu haben. Am 29. Juli soll in Washington eine Anhörung zum Thema stattfinden. Es wird erwartet, dass hohe BP-Vertreter zur Aussage geladen werden.


Quelle: dpa

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "London will US-Vorwürfe gegen BP im Lockerbie-Fall prüfen"

Lacher schrieb: am 17. Juli 2010 um 16:32:44
(0) (0) Geld
Wer's jetzt immernoch nicht begriffen hat dem kann man ja dann wirklich nicht mehr helfen. In unserer Gesellschaft geht es nur ums Geld.
Da spielen Menschenleben keine Rolle mehr. Und am Ende sind wir alle selber schuld, da wir ja mit unseren Konsum (Auto, Heizung) BP unterstuetzen. Oder glaubt Ihr ja wirklich dass die Leute wegen der Oelkatastrophe jetzt nicht mehr bei BP tanken?
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Rudloff schrieb: am 17. Juli 2010 um 15:13:00
(0) (0) Lybien und BP
Wirtschaftskonzerne und Politik ist eine schrecklich stinkende Suppe. Alles hängt korrupt zusammen zum Wohle der Reichen.

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Unverständnis schrieb: am 17. Juli 2010 um 13:56:04
(0) (0) wozu ?
wieso BP ? brauchen die den um das Loch zu stopfen ???

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