29.08.2011, 10:13 Uhr
Tödlicher Fehler führt im Berliner Zoo zum Löwendrama: Die 13 Jahre alte männliche Raubkatze "Paule" hat zwei Löwenbabys totgebissen, nachdem er von einem Pfleger versehentlich ins falsche Gehege gelassen wurde. Eine Besucherin sah das Drama entsetzt mit an.
Es geschah beim Säubern der Anlage, als der Tierbetreuer den falschen Schieber zwischen den Käfigen öffnete. Die beiden erst fünf Monate alten Raubkatzen "Iringa" und "Bomani" waren ein Stück von ihren Eltern in der Laufanlage der fünf hintereinander liegenden Käfige entfernt, erklärt der zuständige Kurator, Heiner Klös. Durch den falsch hochgezogenen Schieber gelangte "Paule" mit seiner Gefährtin "Amira" plötzlich in den Gang mit den Babys.
In Sekundenschnelle habe "Paule" die Jungtiere getötet. Vater "Aru" und Löwenmutter "Aketi" suchten noch stundenlang verzweifelt nach den kleinen Raubkatzen, die im März zur Welt gekommen waren und erst vor einer Woche das erste Mal an die frische Luft durften.
Zoo-Mitarbeiter sind traurig entsetzt; dennoch nimmt Kurator Klös seinen Löwen in Schutz: "Das ist eine Instinkthandlung. 'Paule' hat als Löwe absolut richtig gehandelt", erklärte er. "In freier Wildbahn leben Löwen in Rudeln, ein oder zwei Löwen mit Haremsgruppen zusammen. Wenn ein Löwe eine solche Gruppe übernimmt, ist das erste, was er macht, die Jungtiere totzubeißen." Gegen den nachlässigen Pfleger hat der Zoo ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
Der Deutsche Tierschutzbund erhebt allerdings auch Vorwürfe gegen die Zooleitung. "Wenn es reicht, einfach einen Riegel wegzuschieben und es keine Sicherheitsschleuse gibt, hat das Management fahrlässig gehandelt", schimpfte Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder.
Löwe 'Paule', 1998 im Zoo geboren, hat selbst eine dramatische Lebensgeschichte hinter sich. Beinahe wäre er nach seiner Geburt verhungert, weil seine Mutter 'Babsi' ihn nicht richtig angenommen hatte. Damals zitterte Berlin um sein Leben, so wie Tierliebhaber jetzt um seine kleinen Opfer trauern.
Quelle: dpa , dapd , je
verständnisvoll schrieb:
am 26. August 2011 um 21:30:11
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Warum der Wärter
Fehler passieren, überall und immerwieder. Aber jetzt ein Disziplinarverfahren gegen den Pfleger???
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jürgen schrieb:
am 26. August 2011 um 19:40:53
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Löwendrama vor Zeugin im Berliner Zoo
Schon mal überlegt, dass es in den Zoos, Tiere gibt, die es in freier Wildbahn nicht mehr gibt. Schon
lange nicht mehr sind die Zoos ein Ausstellungsort für Wildtiere, sondern tragen zur Arterhaltung bei.
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Gaia schrieb:
am 26. August 2011 um 18:39:42
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Wenn man Tiere nur zum...
anschauen einsperrt,dann ist das Abnormal.Jeder Mensch der den Zoo,Zirkus oder Tierläden unterstützt ist
verantwortlich für das Leiden der Tiere dort.Nach meiner Auffassung von Moral ist das psychische Tierquälung.
Das Lebewesen Mensch sollte sich seines Ursprungs bewußt sein und nicht bei allem mitmachen was andere tun.
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