Linkspartei will Skiunfall von Althaus ausklammern
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Linkspartei will Skiunfall von Althaus ausklammern
05.03.2009, 11:00 Uhr
Bodo Ramelow, Spitzenkandidat der Linken in Thüringen (Foto: dpa)
Die Linkspartei in Thüringen will den Skiunfall von Ministerpräsident Dieter Althaus und dessen Folgen im Wahlkampf ausklammern. "Es handelt sich um einen tragischen Unfall, der jedem passieren kann", sagte Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow der "Sächsischen Zeitung". Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, sich zum Prozess gegen Althaus und dem Vorgehen der CDU zu äußern.
Der Unfall und die juristische Bewertung würden für die Linkspartei im Wahlkampf keine Rolle spielen.
Gleichzeitig nannte Ramelow den kurzfristig anberaumten Prozess gegen Althaus erneut einen Fehler. "Es wäre besser gewesen, man hätte seine Genesung abgewartet und er hätte öffentlich sagen können: Ich kann mich nicht erinnern." Die CDU müsse entscheiden, ob sie den Menschen Althaus beschützen wolle oder ob sie ihn als Wahlkampflokomotive brauche, auch auf die Gefahr hin, dass sie ihn beschädige.
Althaus in kurzfristig angesetzter Verhandlung verurteilt
Ein Gericht im österreichischen Irdning hatte Althaus am Dienstag in einer überraschend angesetzten Verhandlung in Abwesenheit zur Zahlung von 33.000 Euro (180 Tagessätzen) verurteilt. Außerdem muss er 5000 Euro Schmerzensgeld an den Ehemann der 41-jährigen Beata Christandl zahlen, die bei dem Zusammenstoß auf der Piste am Neujahrstag starb.