27.03.2011, 16:28 Uhr
Am Brandenburger Tor legten Menschen anlässlich der Aktion mit Kerzen den Schriftzug "Energiewende jetzt!" (Foto: AP)
Millionen Menschen rund um den Globus haben am Samstag zum Zeichen des Klimaschutzes für eine Stunde das Licht ausgeknipst. An der Aktion "Earth Hour" beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren in diesem Jahr 134 Länder. In Deutschland gingen pünktlich um 20.30 Uhr unter anderem am Brandenburger Tor und am Kölner Dom für eine Stunde die Lichter aus.
Bei der zentralen Kundgebung am Pariser Platz in Berlin, die mit einer Schweigeminute für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan begann, wurde mit Kerzen der Schriftzug "Energiewende Jetzt" gelegt. An der Aktion beteiligten sich unter anderem auch Hamburg und München, Leipzig, Frankfurt und Bonn.
Den Auftakt für die "Earth Hour" gaben Australien und Neuseeland, der Hafen und die Oper von Sydney lagen um 20.30 Uhr Ortszeit komplett im Dunkeln. Auch im Inselstaat Fidschi und in anderen Pazifik-Gebieten wurden vielerorts die Lichter ausgeschaltet. Es war die fünfte "Earth Hour", nachdem die Aktion 2007 vom WWF und anderen Initiatoren ins Leben gerufen worden war. "Es geht nicht wirklich um die Energie, die dabei eingespart wird", sagte "Earth Hour"-Mitinitiator Andy Ridley. Vielmehr solle die Aktion zeigen, was bewirkt werden könne, wenn viele Menschen sich zusammentun.
Der WWF rief die Menschen auf, über die "Earth Hour" hinaus einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz zu leisten, etwa durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Die chinesische Stadt Dailan verpflichtete sich dazu, 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) für das Pflanzen von 340 Millionen Bäumen auszugeben. In Chinas Hauptstadt Peking gingen etwa am "Vogelnest"-Stadion die Lichter aus. In Online-Netzwerken wie Facebook und Twitter tauschten sich die Teilnehmer an der Aktion zudem rege miteinander aus.
In vielen Städten der Welt wurde es am Samstag dunkel. Die "Earth Hour" hat vor allem symbolischen Charakter. zum Video
Auch in Frankreich beteiligten sich 129 Städte an der "Earth Hour". In Paris wurden zahlreiche Plätze und Gebäude wie die Kathedrale Notre Dame und das Rathaus dunkel. Der Eiffelturm blieb aus Sicherheitsgründen aber nur fünf Minuten lang ohne Licht. In Italien machten mehr als 200 Städte mit, der Schiefe Turm von Pisa sowie das Kolosseum in Rom mussten eine Stunde ohne Beleuchtung auskommen. In Athen gingen etwa an der Akropolis und an Regierungsgebäuden die Lichter aus. In New York lag der Times Square im Dunkeln, auch die Skylines von Chicago und Boston strahlten weniger hell als sonst.
Millionen Haushalte weltweit beteiligten sich außerdem an der Aktion und knipsten für eine Stunde das Licht aus. Viele Städte schalteten zusätzlich in den Zentren große Werbetafeln und Anzeigen aus.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstützte die "Earth Hour" und rief zum Schutz des Planeten auf. "Nutzt die 60 Minuten Dunkelheit, um die Welt zu erleuchten", schrieb er in einer Grußbotschaft. Mitinitiator Ridley zeigte sich zufrieden mit der enormen Resonanz. "Wir hätten am Anfang nie gedacht, dass diese Aktion solche Ausmaße annimmt", sagte er.
Es gibt aber auch kritische Stimmen. "Das Klima lässt sich nicht mit dem Lichtschalter retten", meint etwa die Tierschutzorganisation PETA. Wer das Klima retten wolle, solle auf Fleisch verzichten. Überall würden Wälder abgeholzt, um Weideflächen anzulegen und Futtermittel zu pflanzen. So stecke in einem Kilogramm Rindfleisch so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) wie im 20-tägigen Betrieb einer 100-Watt-Glühbirne.
Quelle: AFP , dpa
cupido schrieb:
am 27. März 2011 um 18:58:12
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Licjt aus
Na ja Licht aus für den Klimaschutz (1 Stunde freiwillig). Solche Aktionen brauchen wir bald nicht mehr, das Licht wird mangels
Energie von selbst ausgehen. Ich habe schon mal einen Karton Kerzen gekauft.
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Fridolin schrieb:
am 27. März 2011 um 18:36:54
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Licht für Klimaschutz
Energiewende muß schon sein aber langsam mit bedacht, aber nicht über eine Hauruckaktion. Denn das treibt die Preise
dafür unnötig in die Höhe. Ich bin auch dafür, das die Ältesten AKW's auf Dauer vom Netz gehen. Aber gleich alle? Nein, das schaft der Verbraucher an höheren Kosten nicht zu zahlen. Zu mal man für AKW's auch nach abschalten noch sehr viel Energie braucht zum Kühlen.
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fundador schrieb:
am 27. März 2011 um 18:20:16
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Licht aus???
Falsch ist: Energiewende jetzt ! .......und dann das Licht abschalten.........
Richtig wäre: Abschaffung der Abzocke durch die
Konzerne und der Regierung.
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