
29.04.2011, 15:07 Uhr
US-Botschafterin Susan Rice erhebt schwere Vorwürfe gegen Gaddafis Soldaten (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Die USA haben der Führung um Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi vorgeworfen, Soldaten zur Vergewaltigung von Zivilistinnen anzustiften. Gaddafis Soldaten würden mit Viagra versorgt, damit sie Frauen vergewaltigen könnten, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, nach Angaben eines Diplomaten bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats hinter verschlossenen Türen. Eine Quelle für diesen Vorwurf nannte Rice demnach nicht.
Laut einem weiteren Diplomaten machte Rice ihre Aussage bei einer Debatte mit einem anderen UN-Botschafter um zu illustrieren, dass die NATO es bei ihrem Vorgehen gegen Gaddafi mit einem Gegner zu tun habe, der "verwerfliche Taten" begehe. Einige Staaten des UN-Sicherheitsrates wie Russland werfen der NATO vor, das von dem Gremium erteilte Mandat für einen Einsatz in Libyen zu überschreiten. Dagegen halten die USA die Luftangriffe in Libyen durch die Resolution 1973 zum Schutz der libyschen Bevölkerung für gedeckt.
Unterdessen haben die Soldaten des libyschen Machthabers die Kämpfer der Aufständischen bis über die Grenze nach Tunesien verfolgt. Augenzeugen zufolge lieferten sie sich auf tunesischem Gebiet Gefechte mit den Rebellen, bevor sie von den Streitkräften des Nachbarlandes wieder zurückgedrängt wurden. Die tunesische Regierung sagte, sie sei extrem besorgt und forderte vom libyschen Regime "sofortige Maßnahmen zur Verhinderung solcher Übertritte" auf tunesisches Gebiet.
Regierungstruppen und Rebellen aus Libyen kämpften den Angaben zufolge am Morgen in der tunesischen Grenzstadt Dhubeiba. Bis zum Mittag seien alle Soldaten Gaddafis jedoch entweder vertrieben oder gefangen genommen worden, sagte ein Zeuge. Bereits am Donnerstag hatten Truppen Gaddafis nach Angaben der tunesischen Nachrichtenagentur TAP einen Grenzposten von den Rebellen zurückerobert. Auf tunesischem Gebiet seien mehrere Geschosse eingeschlagen. Etwa 20 Menschen sollen bei den Gefechten getötet worden sein. Binnen zwei Tagen waren rund 5000 Menschen aus Libyen über die Grenze geflüchtet, wie TAP weiter berichtete.
Nach Angaben der libyschen Aufständischen wurden bei einem Luftangriff zwölf Rebellen getötet. zum Video
Derweil haben die Rebellen vom Westen schwere Waffen gefordert. Es würden Hubschrauber, Panzerabwehrraketen und Schnellboote mit Torpedos gebraucht, sagte Rebellengeneral Abdulfatah Junis. Junis sagte vor einem Treffen mit Vertretern von Europäischer Union und NATO in Brüssel, Gaddafi verfüge "unglücklicherweise noch immer über rund 25 Prozent seiner Chemiewaffen". Laut Junis, der unter Gaddafi Innenminister war, bevor er sich auf die Seite der Aufständischen schlug, fürchten die Rebellen vor allem einen Einsatz von Senfgas. Bislang hätten die Rebellen "geringe Mengen" an Waffen erhalten, "wir warten aber darauf, dass unsere Freunde uns mit neuen Waffen ausrüsten", sagte Junis. Mögliche Lieferländer wollte er nicht nennen.
In der umkämpften Hafenstadt Misrata schlugen am Donnerstag Mörsergranaten und Raketen ein, die offenbar wahllos von Gaddafi-Truppen abgefeuert worden waren, wie Aufständische mitteilten. Ärzten zufolge kamen bei Kämpfen mindestens neun Menschen ums Leben, rund 30 wurden verletzt.. Die Aufständischen hatten eine Offensive gegen die regierungstreuen Truppen außerhalb der strategisch wichtigen Stadt gestartet, die etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis liegt.
Die EU fürchtet eine dramatische Zuspitzung der humanitären Lage in Misrata. "Die Überlebensader, die Hilfsorganisationen über den Hafen gelegt haben, droht wegen der anhaltenden schweren Kämpfe gekappt zu werden", erklärte EU-Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva.
Wegen der Bombardierung des Hafens sei es kaum noch möglich, Verletzte zu evakuieren. Auch die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten sei unterbrochen. "Wir bekommen Berichte, wonach die Krankenhäuser die wachsende Zahl an Verwundeten nicht mehr bewältigen können." Die Kommissarin rief alle Parteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und Hilfsaktionen zu ermöglichen. Angriffe auf den Hafen müssten sofort gestoppt werden.
Auch die libysche Hauptstadt wurde am Donnerstagabend von mindestens fünf Explosionen erschüttert. Zuvor hatten NATO-Kampfflugzeuge Tripolis überflogen, berichteten Augenzeugen. Erstmals beteiligten sich auch zwei italienische Tornado-Kampfflugzeuge an einem Einsatz.
Die seit mehr als zwei Monaten andauernde Gewalt in Libyen hat nach US-Angaben möglicherweise bis zu 30.000 Menschen das Leben gekostet. Die tatsächliche Opferzahl sei schwer zu schätzen, es gebe jedoch Angaben zwischen 10.000 und 30.000 Toten, erklärte der amerikanische Botschafter in Libyen, Gene Cretz.
Der Übergangsrat in der Stadt Bengasi verdiene Unterstützung, erklärte Cretz weiter. Laut einer Anordnung des Weißen Hauses unterstützen die USA die libyschen Rebellen mit bis zu 25 Millionen Dollar. Außerdem lockerte Washington zugunsten der Rebellen die Ölsanktionen gegen das Land.
Zudem sagte Cretz, zahlreiche Gefolgsleute Gaddafis seien bereit, sich von ihm abzuwenden und sich den Rebellen anzuschließen, sie hätten aber schlicht Angst davor. "Sie fürchten um ihr Leben und um das ihrer Familien", sagte der Diplomat. Die Regierung in Washington steht demnach in Kontakt mit libyschen Ministern und "anderen Technokraten" in Tripolis.
Quelle: dapd , AFP
Privatier schrieb:
am 29. April 2011 um 18:12:10
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Miba Artikel
hallo miba, du weißt offenbar nicht, wovon Du schreibst.
Eine 100derter Viagra wirkt nach einer halben Stunde ohne
sexuelle
Erregung wie ein Hammerstiel , ca. 45 min. lang.
Schluck mal eine, aber keine chinesische, dann schreibst Du anders.
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Anonymus schrieb:
am 29. April 2011 um 17:10:10
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Grundsatz
Nein falsch @ Al Diego: Ich Krieg geht es nicht um den Sieg. Es geht einzig allein um Hass und dafür ist der Mensch bereit bis zum
äußersten zu gehen.. Das unterscheidet den Menschen klar vom Tier... Das ist nicht unmenschlich, das ist Menschlich
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Al Diego schrieb:
am 29. April 2011 um 16:51:06
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Westen trägt Verantwortung
Es war schon ein großer Fehler, dass Frankreich und die USA sich in eine inländische Angelegeheit eingemischt
haben. Durch Ihre unfaire Einmischung zugunsten von Revolutuonären ist es nicht verwunderlich dass nun die regulären Truppen mit solch einer unmenschlichen Gewalt vorgehen. Jedoch Krieg ist immer unmenschlisch, die Genfer Konvention ist nur ein Witz, als würde sich je ein Mensch im gefecht daran halten, Im Krieg geht es einzig um den Sieg.
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