Ein angeblicher Meteoriten-Einschlag in Lettland erregte große Aufmerksamkeit (Foto: Reuters)
Meldungen über einen "sensationellen Meteoriten-Einschlag" haben in Lettland für große Verwirrung gesorgt. Nachdem erste beeindruckende Fotos sowie Videofilme mit einem gut neun Meter breiten, drei Meter tiefen und kräftig rauchenden Krater nahe der nordlettischen Stadt Mazsalaca in Medien auftauchten, gaben dann die Behörden allerdings recht schnell Entwarnung. Den Absturz hat es wohl nicht gegeben.
"Da ist nichts vom Himmel gefallen, sondern dieser Krater wurde von Menschen gegraben. Und das ist die offizielle Erklärung", zitierte die Nachrichtenagentur BNS den herbeigeeilten Chef-Geologen der Universität Riga, Girts Stinkulis.
"Ein gewaltiger Scherz"
"Da hat jemand wohl einen gewaltigen Scherz inszeniert, chemische Elemente verteilt und abgefackelt, um dann die Information über einen angeblichen Meteoriteneinschlag zu verbreiten", meinte auch der Geologe Dainis Ozols nach einer Ortsbesichtigung zur Nachrichtenagentur LETA.
Internationales Aufsehen
Berichte über den "gewaltigen Meteoriten" aus dem All hatten auch international Aufsehen erregt. Der Besitzer des Feldes um die angebliche Einschlagstelle nutzte die Gunst der Stunde, zäunte den Krater ein und verlangte für Besichtigungen ein Eintrittsgeld von einem Lat (etwa 1,40 Euro).