15.06.2010, 20:52 Uhr
Dreieinhalb Stunden Angst: Die Geiselnahme in einem Geschäft in der Leipziger Innenstadt ist unblutig zu Ende gegangen. Der Täter gab während der Verhandlungen mit Experten des Landeskriminalamtes (LKA) auf, teilte die Polizei mit. Der 41-Jährige habe "medizinische Gründe" als Motiv angegeben. Der Mann wurde festgenommen und kam in Polizeigewahrsam. Verletzte gab es nicht. Dennoch wurden die Geiseln ärztlich betreut, da sie unter Schock standen. Ein Kriseninterventionsteam regelte die Betreuung.
Der bewaffnete Täter hatte am Mittag eine Filiale des Modehauses H&M in einer Fußgängerzone nahe der Thomaskirche überfallen und insgesamt elf Kunden und Angestellte - neun Frauen und zwei Männer - im ersten Obergeschoss als Geiseln genommen. Mehrere Menschen, die sich im Erdgeschoss des Modehauses eingeschlossen hatten, konnten noch während der ersten bangen Minuten das Gebäude verlassen. "Wir sind aber alle sehr erleichtert", sagte Polizeisprecherin Uta Barthel nach dem glimpflichen Ausgang der Geiselnahme. Augenzeugen berichteten, dass die Menschen weinend und schockiert das Kaufhaus verließen.
Kurz nach der erlösenden Nachricht waren noch viele Details unklar. Am Abend teilte die Polizei schließlich mit: Der 41-jährige Leipziger ist wegen unerlaubten Waffenbesitzes vorbestraft. Und es wurde auch klar, wie gefährlich die Situation tatsächlich war. Der Täter hatte die Menschen mit einer scharfen Waffe bedroht. Spekulationen, der Mann habe "Ärztepfusch" als Grund für seine Tat angegeben, bestätigte die Polizei nicht. Der Täter soll jedoch einen verwirrten Eindruck gemacht haben. Ob der Mann irgendwelche Forderungen gestellt habe, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Er soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.
Das dramatische Geschehen hatte am Mittag begonnen. Um 12.27 Uhr ging bei der Polizeidirektion Leipzig der erste Notruf einer Verkäuferin ein. Daraufhin wurde das Gelände rund um die Fußgängerzone abgeriegelt. Spezialkräfte der Polizei und Krankenwagen rückten an. Die Inhaber angrenzender Geschäfte sollten ihre Läden zumachen und sich einschließen. Auch Tiefgaragen waren für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Kurz vor 16 Uhr gab die Polizei dann offiziell Entwarnung. Der Geiselnehmer konnte zum Aufgeben bewegt werden.
Quelle: dpa
Krissi schrieb:
am 15. Juni 2010 um 19:41:39
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DAK
Mir hat die DAK vor 4 Jahren eine helfende Behandlung verweigert! Ergebnis: die Depression wurde verschleppt und über die Zeit teurer.
Tja, die Pharmaindustrie freut es, der Beitragszahler darf jetzt bluten. Danke DAK!
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Bernd schrieb:
am 15. Juni 2010 um 19:27:34
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@HRW
Das Stimmt nicht, wenn man hier in der Not ist und Gesundheitlich angeschlagen ist wird man vom Staat im Stich gelassen und in HARZ4
getrieben, spreche aus eigener erfahrung. 6 Bandscheibenvorfälle in der HWS, linke Schulter kaputt und und und... und trotzdem bekomme ich keine Umschulug..gelerter Schlosser 25 Jahre Malocht und eingezahlt, selbst vom Sozialgericht in Düsseldorf bekommt man kein Recht. Kann den Mann schon irgendwo verstehen nur schade das es immer die falschen dabei trifft
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sündenfall schrieb:
am 15. Juni 2010 um 19:21:32
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Krank
Es wäre interessant die Gedanken der Leute sichtbar zu machen die kurz vor dem Tode stehen?! Was die alles noch mitgehen ließen -
wenn sie noch könnten - auf dieser bescheidenen Kugel oder auch Land.
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