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Leiche des mutmaßlichen Todesschützen gefunden

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Leiche des mutmaßlichen Todesschützen gefunden

04.03.2011, 16:32 Uhr

Spurensucher der Polizei am Tatort in der Nähe von Magdeburg (Foto: dapd)

Spurensucher der Polizei am Tatort in der Nähe von Magdeburg (Foto: dapd)

Der mutmaßliche Todesschütze von Genthin ist tot. Seine Leiche wurde am Freitagmittag in der Nähe von Bülstringen am Rande einer Landstraße von einem Passanten entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Der 28-Jährige hat sich offenbar selbst erschossen.

"Es spricht einiges dafür, dass es die gesuchte Person ist", sagte der Stendaler Staatsanwalt Thomas Kramer am Freitag. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Mann das Leben genommen hat. Bei ihm wurde eine Pistole gefunden. Ob es sich dabei auch um die Tatwaffe handelt, mit der die drei Menschen in Genthin erschossen wurden, stand zunächst noch nicht fest.

Der Mord an zwei Männern und einer Frau auf einem Schießübungsplatz bei Genthin in Sachsen-Anhalt steht damit offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Polizei hatte die Leichen am Donnerstagabend gefunden.

Opfer aus drei Generationen

Die Opfer wurden offenbar erschossen. "Alle drei Leichen weisen Schussverletzungen auf", sagte der Polizeisprecher. Bei den drei Erschossenen handelt es sich um einen Mann aus Genthin und eine Mutter mit ihrem Sohn aus Brandenburg. Die 44-Jährige und ihr 25 Jahre alter Sohn hätten den Schießstand der Jägerschaft oft für ihr Training genutzt, sagte ein Polizeisprecher. Unter den Toten befinde sich auch der 62 Jahre alte Schießplatzwart aus Genthin.

Mit Tagesanbruch war die Suche nach dem Todesschützen ausgeweitet worden. Einsatzkräfte durchsuchten mit Hunden unter anderem ein Waldstück bei Haldensleben, in dem sich offenbar der mutmaßliche Täter aufhielt. Der Schießstand der Jägerschaft liegt in einem Waldgelände, etwas abgelegen in rund 600 Metern Entfernung von einem Wohngebiet.

Polizei warnte vor 28-Jährigem

Erste Hinweise auf den 28-Jährigen hatten sich schon bald ergeben. Der Mann sei aufgrund von Zeugenaussagen ins Visier der Ermittler geraten, sagte ein Polizeisprecher aus Magdeburg.

Zu einem möglichen Motiv konnte der Stendaler Staatsanwalt Thomas Kramer noch keine Angaben machen. Auch die Frage, in welcher Beziehung der mutmaßliche Täter zu den drei Getöteten stand, sowie die Hintergründe der Tat gaben der Polizei noch Rätsel auf. Ein Polizeisprecher sprach von "mysteriösen Zusammenhängen". Der Schießplatz in Genthin wird laut Polizei von verschiedenen Schützenvereinen aus Sachsen-Anhalt und dem benachbarten Brandenburg genutzt. Der getötete 25-jährige Mann hatte sich am Donnerstag laut Polizei planmäßig auf dem Schießplatz aufgehalten, wohin ihn seine Mutter möglicherweise begleitet hatte.

Erst ein paar Stunden tot

Der 28-jährige mutmaßliche Täter kommt ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, hatte aber zuletzt seinen Wohnsitz in Brandenburg. Auf seiner Flucht hatte er offenbar das Auto gewechselt. Zunächst war nach einem Citroen mit einem Kennzeichen aus dem Jerichower Land gefahndet worden. Dieser Wagen wurde laut Polizei in Burg in der Nähe von Genthin gefunden. Anschließend hatte der Mann offenbar den Mietwagen genommen.

Die Beamten hatten die drei Leichen nach dem telefonischen Hinweis eines Zeugen am späten Donnerstagabend gegen 22.45 Uhr auf einem Schießübungsplatz an der Bundesstraße 107 gefunden. Die Opfer seien zu diesem Zeitpunkt höchstens einige Stunden tot gewesen, sagte Polizeisprecher Kriebitzsch.


Quelle: AFP , dpa , dapd

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