01.04.2011, 09:03 Uhr
Der frühere argentinische General Eduardo Cabanillas ist wegen Mordes in fünf Fällen während der Militärdiktatur der 1970er Jahre zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Buenos Aires befand ihn zudem der Freiheitsberaubung und Folter in jeweils 29 Fällen für schuldig, hieß es in dem Urteil.
Cabanillas hatte die Verbrechen der Anklage zufolge als Chef eines Geheimgefängnisses in Buenos Aires begangen. Das Gericht verurteilte auch drei ehemalige Agenten des argentinischen Militärgeheimdienstes zu Haftstrafen zwischen 20 und 25 Jahren.
Angehörige und Freunde der damaligen Opfer begrüßten die Strafen. "Wir haben Gerechtigkeit erfahren", sagte eine Frau nach der Urteilsverkündung unter Tränen. Sie suche jedoch weiterhin nach dem Kind einer damals inhaftierten Freundin, das dieser geraubt worden sei.
Die Menschenrechtsaktivistin Sara Mendez aus dem benachbarten Uruguay sagte, das Urteil sei das "Ergebnis eines 30-jährigen Kampfs". Sie war im Jahr 1976 zusammen mit mehr als 100 weiteren politischen Häftlingen in das Gefängnis "Automotores Orletti" gebracht worden. Im Zuge der sogenannten "Operation Condor" wurden dort Oppositionelle aus Argentinien, Uruguay und anderen lateinamerikanischen Ländern festgehalten.
Quelle: AFP
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