Fall Kardelen: Ali K. ist in der Türkei zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden (Foto: dpa)Der Mörder der achtjährigen Kardelen aus Paderborn ist im westtürkischen Söke zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Der 30-jährige Ali K. hatte die kleine Kardelen im Januar dieses Jahres in seiner Paderborner Wohnung missbraucht und erstickt.
Mörder lebte im gleichen Haus
Der Mörder lebte mit seiner Frau nur zwei Stockwerke über dem Mädchen. Am 14. Januar wurde 60 Kilometer von Kardelens Wohnort entfernt in der Nähe des Möhnesees die Kleidung des Mädchens entdeckt, einen Tag später fanden Polizisten in einer Tannenschonung die nackte Leiche des Kindes.
DNA-Spur brachte Durchbruch
Nach dem Ergebnis der Obduktion war Kardelen sexuell misshandelt und erstickt worden. Eine DNA-Spur und eine Visitenkarte am Fundort Kardelens brachten die Polizei auf die Fährte von Ali K.. Der 30-Jährige hatte sich zum Zeitpunkt des Leichenfundes jedoch bereits mit seiner Frau in die Türkei abgesetzt.
Schwiegervater spürte Ali K. auf
Sein Schwiegervater spürte Ali K. auf. Er hatte sich in der Türkei tagelang auf die Suche nach ihm gemacht und mit ihm schließlich ein Treffen in Didim vereinbart. Dort wurde Ali K. im Haus eines Verwandten festgenommen.
Beigesetzt im Heimatort der Familie
Die Ermordung der kleinen Kardelen hatte in Paderborn tiefe Bestürzung ausgelöst. Rund 8000 Menschen kamen zu einem Trauermarsch durch die Innenstadt zusammen, viele Trauernde zündeten Kerzen an und trugen sich in ein Kondolenzbuch ein. Am 18. Januar wurde das Mädchen im Heimatdorf ihrer Familie in Dogulu an der türkischen Schwarzmeerküste beigesetzt.