12.01.2012, 17:50 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Es geht voran mit der Integration von Zuwanderern in Deutschland - aber nur im Schneckentempo. Und noch gibt es erschreckend große Unterschiede im Vergleich zur heimischen Bevölkerung.
"Wir können von maßgeblichen Fortschritten im Bereich der Integration sprechen, die in den letzten Jahren erreicht worden sind", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), am Donnerstag in Berlin. Die Entwicklung gehe in die richtige Richtung. Böhmer räumte aber auch ein: "Noch immer sind die Unterschiede zwischen Migranten und Menschen ohne Migrationshintergrund zu groß." In Deutschland leben rund 16 Millionen Zuwanderer und ihre Kinder.
Ein Beispiel ist die Schulbildung: Im Jahr 2010 waren dem Bericht zufolge 4,4 Prozent der 18- bis 24-jährigen Migranten ohne Schulabschluss. Damit hat sich die Quote zwar seit dem Jahr 2005 (5,1 Prozent) verringert. Sie ist aber im Vergleich zur Quote von Schülern ohne ausländische Wurzeln (1,6 Prozent) immer noch mehr als doppelt so hoch. Eine Erkenntnis der Wissenschaftler: Es ist nicht die ausländische Herkunft, die über die Entwicklung der Kinder entscheidet, sondern die soziale Herkunft. Zudem sei von großer Bedeutung, ob in einer Familie Deutsch gesprochen werde.
Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es noch große Unterschiede: Unter den 15- bis 65-jährigen Zuwanderern waren im Jahr 2010 fast 12 Prozent erwerbslos - im Vergleich zu rund 18 Prozent im Jahr 2005. Allerdings liegt die Quote bei den Menschen, die nicht zugewandert sind, mit 6,1 Prozent (2010) weiterhin deutlich niedriger. Als erwerbslos gilt, wer weniger als eine Stunde pro Woche arbeitet, aber eine Arbeit sucht. Böhmer erklärte, ein Problem sei, dass im Ausland erworbene Abschlüsse häufig nicht in Deutschland anerkannt würden. Das soll sich ändern: "Das kürzlich verabschiedete Anerkennungsgesetz bringt hier einen entscheidenden Fortschritt", meinte sie.
Auch das Risiko, arm zu werden, ist bei Zugewanderten ungleich höher als bei Einheimischen. Auch hier gibt es eine leicht positive Entwicklung. Dennoch sehen die Wissenschaftler bei etwa jedem vierten (26,2 Prozent) Zugewanderten ein Risiko zu verarmen. Dagegen wird diese Quote bei den Einheimischen mit 11,7 Prozent angegeben. Als arm gilt, wer ein Nettoeinkommen hat, das weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat.
Erschreckend sind die Zahlen beim Thema Kriminalität: Der Anteil von ausländischen Tatverdächtigen - also von Menschen, die einen ausländischen Pass besitzen - ist höher als unter Einheimischen. Allerdings weisen die Autoren darauf hin, dass die Aussagekraft dieser Zahlen beschränkt sei. Denkbar sei zum Beispiel, dass die Bürger Taten mit ausländischen Verdächtigen häufiger anzeigten oder die Polizei bei solchen Fällen aufmerksamer ist.
Quelle: dpa
rpm schrieb:
am 12. Januar 2012 um 20:59:43
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Zuwanderung
Unsere Politiker sollten sich endlich eingestehen, daß die Integration von Zuwanderern im Prinzip gescheitert ist. Dadurch
erledigt sich für die Zukunft auch eine weitere ungezügelte Zuwanderung. Wir sollten uns vorrangig um eine bessere Integration der hier lebenden Ausländer kümmern und zumindest für einige Jahre einen weiteren Zuzug stoppen, um uns nicht zu überfordern.
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nun ja schrieb:
am 12. Januar 2012 um 18:30:52
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Integration ist nicht gewollt
Angesichts dieser Zahlen wäre es besser komplett auf Zuwanderung und Integration zu verzichten. Wie schön
wäre es mit weniger Einwohner, weniger Sozialausgaben und mehr Chancen für ethnisch Deutsche !
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Karin Kirch schrieb:
am 12. Januar 2012 um 17:55:33
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Integration . . .
kann man manchmal nicht mehr hören. Auch, von denen die hier schon ewig leben (Hartz IV, Alg 1, Altersarme, Jugendliche
ohne Ausbildung und Job)?
Da wird viel Zeit und Geld investiert, um die Welt zu retten. Und was ist mit
denen, die auch Probleme haben und leben wollen. Man kann sich auch zu Tode integrieren (und andere Menschen dabei vergessen)!
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