27.01.2012, 10:00 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat zum Holocaust-Gedenktag Bürger gewürdigt, die sich gegen Rechtsextremismus und Neonazi-Umtriebe engagieren.
"Es sind Menschen, die ein Beispiel geben und Mut machen", sagte er am Freitag in einer Gedenkstunde im Bundestag zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
Lammert erinnerte an die im vergangenen Herbst aufgedeckte Neonazi-Mordserie. Diese Gewalt und dieser Hass seien nicht zu akzeptieren, sagte er. Der Parlamentspräsident wies auch darauf hin, dass nach aktuellen Untersuchungen 20 Prozent der Bundesbürger latent antisemitisch eingestellt seien. "Das sind in Deutschland genau 20 Prozent zu viel", sagte er.
Lammert begrüßte den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der in seiner Rede aus persönlicher Erinnerung die Verfolgung der Juden und den von den Nazis organisierten Völkermord schilderte. Der 91-Jährige wuchs in einer jüdischen Familie auf und überlebte die Gefangenschaft im Warschauer Ghetto.
An der Gedenkveranstaltung nahmen auch Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Bundesratspräsident Horst Seehofer (CSU) und der Präsident des Verfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, teil.
Am Holocaust-Gedenktag wird weltweit der Opfer der Judenverfolgung durch die Nazis gedacht. Am 27. Januar 1945 waren die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit worden. Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime verfolgt und umgebracht wurden. Seit 1996 erinnert auch der Bundestag jährlich in einer Gedenkstunde an die Befreiung des Vernichtungslagers.
Quelle: dpa
Vögelein schrieb:
am 27. Januar 2012 um 12:05:10
(0)
(0)
Bundestag
Man sollte den Herren Lammert und Wulff verbieten immer das Wort
"wir Deutsche" in den Mund zu nehmen, ich kann für mich
selber sprechen
falls ich es möchte!!!!!
mehr
Kommentar melden
Nemesis schrieb:
am 27. Januar 2012 um 10:29:21
(2)
(0)
Das Lammert das Engagement gegen Rechts ermutigt,ist gelogen!
Wenn dem nämlich so wäre,dann hätte man die Imunität zweier linker
Abgeordneten wegen der Teilnahme an einer DEMO gegen Rechts nicht aufheben dürfen. Und bevor jetzt hier einer kommt die Beiden hätten sich gewalttätig dargestellt, nein sie haben friedlich demonstriert,ihr Grundrecht wahrgenommen. Jeder weis aber das der VS bei Rechten gerne wegschaut weil zu viel Eigene dabei mitmischen und die CDU sympatisiert auch damit.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video