02.12.2011, 08:50 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Hannover/Potsdam (dpa) - Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann darf seinen Doktortitel behalten. Die Plagiatsvorwürfe gegen den CDU-Politiker seien nicht belegt, teilte die Universität Potsdam am Donnerstag mit.
Das Verfahren werde deshalb eingestellt. Eine Untersuchungskommission der Uni hatte sich monatelang mit der umstrittenen Dissertation des 44-Jährigen beschäftigt, der derzeit Präsident der Kultusministerkonferenz ist.
Zwar enthalte die Arbeit eine Vielzahl formaler Mängel, erklärte der Vorsitzende der Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens, Tobias Lettl. Eine Täuschung sei der untersuchten Dissertation aber nicht vorzuwerfen. Der Beschluss sei einstimmig gefasst worden.
Althusmann war von anonymen Plagiatsjägern vorgeworfen worden, in der Arbeit fremde Gedanken versteckt als eigene ausgegeben zu haben. Er hatte handwerkliche Fehler beim Zitieren zugegeben, aber eine bewusste Täuschung bestritten.
Die 2007 eingereichte Dissertation über Prozesse in der öffentlichen Verwaltung war mit der schlechtesten Note "rite" (genügend) bewertet worden. Althusmann hatte die Arbeit im September auf eigenen Wunsch persönlich vor der Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens verteidigt.
In den vergangenen Monaten waren mehrere Politiker über ihre Doktorarbeiten gestolpert, darunter der deshalb zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und die Vizepräsidentin des Europaparlaments Silvana Koch-Mehrin (FDP).
Quelle: dpa
Heinzi schrieb:
am 1. Dezember 2011 um 13:18:40
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Man möchte die Frage stellen
Werden Plagiatvorwürfe mehr nach Persönlichkeit und UNI-Standort bewertet. Steht etwa Potsdam nicht so im
Visier, wie Bayreuth und Guttenberg. Dort hatten sich doch Opposition und Medien mächtig in die Kurve gelegt.???
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