14.09.2010, 12:10 Uhr
Privatwirtschaft in Havanna: Schuhputzer bei der Arbeit (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Kubas Regierung will hunderttausende Beschäftigte aus Ministerien und Staatsbetrieben entlassen. Sie sollen Jobs in der Privatwirtschaft finden, erklärte die Kubanische Arbeitervereinigung. Um die Arbeitssuche zu unterstützen, wolle die Regierung Beschränkungen für private Unternehmen lockern.
In einer ersten Entlassungwelle bis März 2011 sollen mehr als 500.000 Menschen ihre Arbeit verlieren, teilte die Gewerkschaft mit. Die entlassenen Staatsbediensteten würden dabei nicht mehr wie früher bis zu 60 Prozent ihres Lohns als Arbeitslosenhilfe bekommen, sondern müssten sich andere Einkommensquellen suchen. Die Regierung plant die Ausgabe von 250.000 Lizenzen für kleine Handwerksbetriebe und Einzelhändler.
Die sozialistische Führung erhofft sich, so die Produktivität der schwächelnden Planwirtschaft steigern zu können. "Unser Staat kann und darf Unternehmen und Produktionseinheiten mit aufgeblasenen Belegschaften und Verlusten, die die Wirtschaft belasten, nicht weiter aufrechterhalten", hieß es in der Mitteilung der einzigen Gewerkschaft Kubas. "Sie sind kontraproduktiv, erzeugen schlechte Gewohnheiten und deformieren das Verhalten der Arbeiter." Außerdem sei es nicht länger möglich, "auf unbestimmte Zeit Arbeiter zu schützen und zu unterstützen".
Bereits Anfang August hatte Staatschef Raúl Castro angekündigt, im Zuge seiner Reformen in der angeschlagenen Wirtschaft überzählige Beschäftigte zu entlassen. Etwa jeder fünfte Beschäftigte in Behörden und Staatsbetrieben - insgesamt eine Million Mitarbeiter - werde möglicherweise nicht gebraucht.
Noch kontrolliert der kubanische Staat 95 Prozent des Wirtschaftslebens. Kuba ist nach der Weltwirtschaftskrise, Unwetterkatastrophen, aber auch durch Korruption und sozialistische Misswirtschaft in eine schwere Krise geraten. Das Land muss unter anderem Lebensmittel für umgerechnet über eine Milliarde Euro importieren. In Kuba sind 4,9 Millionen Menschen berufstätig, insgesamt leben 11,2 Millionen Menschen in dem Karibikstaat.
Quelle: dpa , AFP
cuban schrieb:
am 14. September 2010 um 17:26:56
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man muß sie nicht verstehen
... o man die menschen lernen es nicht! Dabei haben doch die Kubaner so viele gute bsp. Weltweit dafür wie
Kontraproduktiv der Kapitalismus ist! Es geht auch anders! Nur will das anscheinend keiner!
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fauli schrieb:
am 14. September 2010 um 16:40:48
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@hans
sind denn die linken die letzten 20 jahre an der macht gewesen?als wen der kap.funktioniert.
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fauli schrieb:
am 14. September 2010 um 16:35:44
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@kein linker
schon mal was von EMBARGO POLITIK gehört?was gibt es hier zum zeigen?millionen arbeitslose?banken zocker?
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