22.01.2012, 11:04 Uhr
Kroatien hat Zweifel an einem EU-Beitritt Das Land müsste drastische Sparmaßnahme ergreifen. Besonders das wirtschaftliche Herz Kroatiens, die Schiffsbauindustrie, wäre davon hart getroffen.
In Kroatien haben die Wahllokale für das Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Landes ihre Türen geöffnet. Die Kroaten können von 7 Uhr bis 19 Uhr ihre Stimme abgeben. Bei dem Votum wird mit einer Mehrheit von 55 bis 60 Prozent für den Beitritt gerechnet. Die Volksabstimmung ist unabhängig von der Wahlbeteiligung gültig, mit ersten Teilergebnissen wird eine Stunde nach Schließung der Wahllokale gerechnet.
Kroatien will der Europäischen Union zum 1. Juli 2013 beitreten. Die Verhandlungen zwischen Zagreb und Brüssel hatten 2005 begonnen. Wegen eines Grenzkonflikts mit Slowenien gerieten sie aber immer wieder ins Stocken.
Im Dezember unterzeichnete Kroatien, das 1991 seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärt hatte, schließlich den Beitrittsvertrag. Auch die 27 EU-Länder müssen dem Beitrittstermin noch endgültig zustimmen. Am Samstag protestierten mehr als 1000 Menschen in Zagreb gegen einen Beitritt. Sie trugen dabei Plakate mit Aufschriften wie "Nein zur EU" und "Ich liebe Kroatien".
Der vom UN-Kriegsverbrechertribunal verurteilte ehemalige kroatische General Ante Gotovina hat seine Landsleute aufgefordert, beim Referendum über die EU-Mitgliedschaft mit ja zu stimmen. "Der Platz Kroatiens ist in der Europäischen Union", heißt es in einer über seine Anwälte verbreiteten Erklärung des im niederländischen Den Haag in Haft sitzenden Gotovina. Auch er werde bei der Abstimmung am Sonntag von der Haftanstalt aus mit ja stimmen.
Gotovina war Befehlshaber der "Operation Sturm", in deren Verlauf kroatische Armeeeinheiten 1995 die von ethnischen Serben kontrollierte Region Krajina eroberten. Er wurde im Dezember 2005 auf Teneriffa festgenommen und im April 2011 vom Haager UN-Tribunal wegen Kriegsverbrechen zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine jahrelange Flucht hatte die Annäherung Kroatiens an die EU erheblich gefährdet.
Von den einstigen jugoslawischen Teilrepubliken gehört bisher nur Slowenien der EU an. Serbien, Montenegro, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina bewerben sich aber ebenfalls um die Mitgliedschaft.
Quelle: dpa , AFP
Väterchen Franz schrieb:
am 22. Januar 2012 um 19:16:43
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Kroaten stimmen über EU-Beitritt ab
Der nächste Pflegefall.
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jupp schrieb:
am 22. Januar 2012 um 19:00:52
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wenn das mal gut geht
hallo,
alle ex-jugoslawien länder in die eu, die dann über die geschicke von den anderen staaten mit entscheiden
können, klasse. die haben sich schon untereinander nicht verstanden und einen bürgerkrieg geführt!! aber das scheint der aufnahmekommission der eu vollkommen egal zu sein. wendet euch doch noch bitte richtung ehemalige udssr, da sind noch wirtschaftlich hoch potente und friedvolle staaten, die wir in der eu dringend brauchen. TOLL, TOLL
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Deutscher Kroate schrieb:
am 22. Januar 2012 um 18:51:23
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Kroatien wäre
schön blöd wenn die auch noch den Euro einführen würde.Selbst der Eintritt in die EU wäre zu bedenken. Kroatien geht es Wirtschaftlich gut.
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