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Kristina Schröder kritisiert Deutschenfeindlichkeit von Muslimen

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Familienministerin: Viele muslimische Jugendliche sind deutschenfeindlich

02.11.2010, 13:42 Uhr

Familienministerin Kristina Schröder hat Deutschenfeindlichkeit bei muslimischen Jugendlichen kritisiert. "Dagegen müssen wir genauso entschieden vorgehen wie gegen Ausländerfeindlichkeit", sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Vertreter der Wirtschaft warnen hingegen vor Stimmungsmache in der Integrationsdebatte.

Schröder warnte in der "Bild": "Es geht um grundsätzlich feindliche Einstellungen gegenüber anderen Gruppen - und das richtet sich vor allem gegen Deutsche und Christen." Solche Beschimpfungen seien bei Jugendlichen "leider in bestimmten Gegenden alltäglich - auf Schulhöfen, aber auch in U-Bahnen". Sie rede von einem nicht geringen Anteil muslimischer Jugendlicher.

"Strömungen des Islams ein Teil des Problems"

Gründe für aggressives Verhalten seien mangelnde Bildung, falsche Freunde, aber auch Macho-Normen und Gewalterfahrungen in der Familie. "Dabei regt es mich auf, wenn so getan wird, als hätte das alles damit zu tun, dass diese Gesellschaft gegenüber diesen Jugendlichen nicht freundlich genug ist", kritisierte Schröder. "Wenn bestimmte Strömungen des Islams ein Überlegenheitsgefühl gegenüber Nichtmuslimen vermitteln, wenn Frauen nur dann als würdevoll gelten, wenn sie bestimmte Kleidungsvorschriften einhalten und wenn Homosexuelle dort als minderwertig behandelt werden, dann ist das Teil des Problems."

Die CDU-Politikerin forderte harte Strafen bis hin zur Ausweisung für kriminelle, integrationsunwillige Jugendliche: "Ich bin grundsätzlich für deutliche Strafen, die möglichst schnell erfolgen - unabhängig von der Nationalität des Täters. Das Instrument der Ausweisung ist dabei ja keine Strafe im Sinne des Strafgesetzbuches. Es ist ein ordnungsrechtliches Instrument, das bei bestimmten Jugendlichen leider die Ultima Ratio ist. Und das ist auch richtig so."

Wirtschaft für mehr Zuwanderung

Der Wirtschaftsforscher Thomas Straubhaar warnte unterdessen, die emotional geführte Diskussion um Integration und Zuwanderung habe dem Ansehen Deutschlands bereits geschadet. "Die Debatte hat Deutschland in der Wahrnehmung von Außen um 20 Jahre zurückgeworfen", sagte der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) der "Berliner Zeitung". Es werde eine Phantomdiskussion geführt. Deutschland sei ein Auswanderungsland geworden, sagte Straubhaar, der Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration ist.

In Zukunft müssten die Deutschen auf Zuwanderung setzen, allein schon wegen der demografischen Entwicklung. "Deutschland muss sich sputen, um im Kampf um die Hochqualifizierten aufzuholen", sagte Straubhaar. Deshalb sollte es bei den Bestqualifizierten - Menschen mit Universitätsabschluss - keine Schranken mehr geben.

Deutschlands Führungskräfte sprechen sich klar für eine verstärkte Zuwanderung aus. 56 Prozent der in der vergangenen Woche befragten Führungskräfte wünschen sich eine erleichterte Zuwanderung nach Deutschland, schreibt das "Handelsblatt". Sie sehen in einer gesteuerten Zuwanderung vor allem ein wichtiges Instrument, Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. 77 Prozent der Befragten befürworten ein Punktesystem, wie es Kanada bereits 1967 eingeführt hat und das unter anderen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) fordert.

Warnung vor Stimmungsmache

Der scheidende Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Albert Schmid, warnte zudem vor Stimmungsmache in der Integrationsdebatte. "Bei einigen Zehntausenden gibt es überhaupt keinen Grund, vor irgendeiner Zuwanderungswelle Angst zu haben. Deutschland ist in der EU nicht einmal das Hauptaufnahmeland. Wir rangieren hinter Großbritannien und hinter Frankreich" , sagte Schmid der "Frankfurter Rundschau". Fremdenfeindlichkeit müsse man "mit Rationalität begegnen und nicht mit Stimmungsmache". Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) angestoßene Kulturkreis-Debatte sei "weder fachlich begründet noch macht sie in unserer globalisierten Welt einen Sinn".


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Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (43)

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Thema: "Kristina Schröder kritisiert Deutschenfeindlichkeit von Muslimen"

Karl Heinz schrieb: am 2. November 2010 um 17:35:36
(1) (0) Ausländer
Was nutzt uns die ganze Diskusition ? Ändern tut sich eh nichts. Das Ausland lacht sich doch mittlerweile kaputt über uns
Deutsche. Zum Zahlen sind wir gut genug und in anderen Sachen haben wir die Schnautze zu halten.
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Seemann schrieb: am 2. November 2010 um 17:34:45
(1) (0) Ausländer
In meiner aktiven Fahrenszeit habe ich mich im Ausland als Gast verhalten und mich den Gepflogenheiten des Landes angepasst. Mit
dieser Einstellung war ich überall gern gesehen. Aber genau das erwarte ich von unseren ausländischen Mitbürgern. Sonst sollen sie zurück in ihr Kuhkaff gehen und hier nicht rumstänkern. Uns Deutschen fehlt einfach der Nationalstolz und der Arsch in der Hose auch mal unsere Meinung zu vertreten. Den Krieg hatte mein Opa verloren - ich habe damit nichts mehr zu tun!
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Ina schrieb: am 2. November 2010 um 17:24:04
(0) (0) Intregration von Moslems
In Frankreich wäre dieses Thema schon viel eher diskutiert worden. Aber hier in Deutschland darf man seine Meinung
nur leise äußern.Irgendwann fängt es an zu brodeln.
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