Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Gesellschaft >

Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

...

Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

16.12.2007, 08:20 Uhr

Die Polizei sicherte mit einem Großaufgebot das Hamburger Schanzenviertel (Quelle: dpa) Die Polizei sicherte mit einem Großaufgebot das Hamburger Schanzenviertel (Quelle: dpa)Nach einer Demonstration von 3000 Menschen haben Linksextreme am späten Samstagabend im Hamburger Schanzenviertel eine brennende Barrikade errichtet und mit Eisenstangen die Scheiben einer Bank zerstört. Die rund 50 randalierenden Autonomen bewarfen die anrückenden Polizeieinheiten mit Flaschen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Barrikade zu löschen. Drei Menschen wurden wegen Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Die Polizei sperrte den Bereich um den linken Szene-Treff Rote Flora ab. Insgesamt kam es im Laufe des Tages zu 28 Festnahmen, 50 Menschen kamen in Gewahrsam. Bei der Demonstration gab es drei Verletzte. Die Polizei war mit 2500 Beamten aus ganz Norddeutschland im Einsatz.

Foto-SerieKrawalle in Hamburg
Der "Schwarze Block"Ein Ex-Autonomer erzählt

Vermutlich Frustaktion
Wenige Minuten nach Beginn der Krawalle war die Polizei vor Ort und verhinderte weitere Schäden. "Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Frustaktion handelte, da sie bei der Demonstration nicht zum Zuge gekommen sind", sagte Einsatzleiter Hartmut Dudde. Das linksalternative Viertel war in der Vergangenheit wiederholt Brennpunkt von linksautonomen Krawallen.

Zwei Autos in Flammen gesetzt
Zuvor hatte es bereits nach Ende des Protestzuges in der Hamburger Innenstadt kleinere Randalen gegeben. Nach Polizeiangaben gingen zwei Autos in Flammen auf, zudem brannte ein Müllcontainer. Bei einem Polizeiauto wurde die Heckscheibe eingeschlagen. Im belebten Zentrum der Hansestadt wurden Böller gezündet.

Polizei stoppte Demonstration
Die eigentliche Kundgebung hatte sich gegen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in der linken Szene gerichtet. Die Veranstalter hatten den Zug vorzeitig in der Nähe der Reeperbahn für beendet erklärt, nachdem die Gruppe nur einige hundert Meter vorangekommen und von der Polizei immer wieder gestoppt worden war. Andreas Blechschmidt, der die Demonstration angemeldet hatte, sprach nach dem Ende des Aufzugs von einem "politischen Skandal". Es habe offensichtlich politische Vorgaben gegeben, die Demonstration von der Innenstadt fernzuhalten. Kleinere Verstöße gegen Auflagen seien zum Anlass genommen worden, das Versammlungsrecht einzuschränken. Die Polizei wies die Vorwürfe zurück.

Protest gegen "Terrorismus-Paragrafen"
Die Demonstration stand unter dem Motto "Gegen Sicherheitswahn und Überwachungsstaat". Die Teilnehmer kritisieren den "Terrorismus- Paragrafen" 129 a des Strafgesetzbuches, mit dem mehrere bundesweite Durchsuchungen begründet worden waren, erklärten die Veranstalter. Weil dieser bereits im Vorfeld geplanter Terrortaten einschlägig ist, lieferte er der Bundesanwaltschaft den Ansatzpunkt für Durchsuchungen in der linken Szene. So auch vor dem G8-Gipfel, als fast 900 Beamte bundesweit rund 40 Wohnungen und Büros durchsuchten.

Mit Kapuzen und Sonnenbrillen bekleidet
Der Protestzug wurde von einem massiven Polizeiaufgebot gesichert. An Straßenkreuzungen fuhren Wasserwerfer auf. Vorneweg ging ein großer "Schwarzer Block" aus linksextremen, mit schwarzen Kapuzen bekleideten und Sonnenbrillen tragenden Autonomen. Auch aus dem benachbarten Ausland waren Sympathisanten angereist. "Die Hälfte der Teilnehmer, etwa 1400 Demonstranten, sind der autonomen Szene zuzurechnen", sagte Einsatzleiter Dudde.

Rentner als Puffer
Unter der Teilnehmern befand sich auch eine Gruppe von Rentnern, die nach Ausschreitungen bei ähnlichen Demonstrationen in Hamburg in diesem Jahr als "Sicherheitspuffer" zwischen Polizei und "Schwarzem Block" marschierte.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Krawalle im Hamburger Schanzenviertel " verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Krawalle im Hamburger Schanzenviertel " gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Krawalle im Hamburger Schanzenviertel "

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige