23.11.2010, 21:15 Uhr
Der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen Nord- und Südkorea hat sich gefährlich verschärft: Pjöngjang beschoss eine südkoreanische Insel mit Artillerie und drohte mit weiteren Militärschlägen. Seoul erwiderte das Feuer und kündigte bei einem neuerlichen Angriff einen "enormen Gegenschlag" an.
Bei dem rund einstündigen Gefecht an der umstrittenen Seegrenze zwischen beiden Staaten wurden südkoreanischen Militärangaben zufolge mindestens zwei Soldaten getötet, etliche Zivilisten brachten sich verängstigt in Sicherheit.
Ein Generalstabsvertreter in Seoul erklärte, zahlreiche Geschosse aus Nordkorea seien auf der Insel Yeonpyeong und ins Gelbe Meer nahe der Westgrenze eingeschlagen. Dutzende Häuser gerieten in Brand, auf Fernsehbildern war zu sehen, wie dichter schwarzer Rauch von der Insel aufstieg. Nach Militärangaben wurden 16 Soldaten und drei Zivilisten zum Teil schwer verletzt.
Die Insel Yeonpyeong westlich der koreanischen Halbinsel (Foto: Stepmap)Das Gefecht begann südkoreanischen Angaben zufolge, nachdem die Truppen trotz einer Warnung des Nordens ein Manöver in der Region fortsetzten. Pjöngjang habe daraufhin die Insel Yeonpyeong beschossen, Südkorea reagierte mit der Entsendung von Kampfflugzeugen. Auf nordkoreanischer Seite könne es etliche Opfer geben, hieß es in Seoul. Das Militär des kommunistischen Nordens drohte laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA mit weiteren Angriffen, sollte der Süden die Seegrenze "auch nur um 0,001 Millimeter" überschreiten.
Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak drohte mit Vergeltung: Falls Pjöngjang nochmals angreife, werde es einen "enormen Gegenschlag" geben, sagte das Staatsoberhaupt. "Willkürliche Angriffe auf Zivilisten" würden nicht hingenommen. Zugleich forderte er, die Situation dürfe nicht eskalieren. In Seoul hieß es weiter, der "unmenschliche" Angriff Pjöngjangs auf zivile Ziele verletze den Waffenstillstand von 1953. Auf Yeonpyeong leben 1200 bis 1300 Menschen.
Nord- und Südkorea haben nach dem Koreakrieg kein Friedensabkommen geschlossen und befinden sich formal immer noch im Kriegszustand. Pjöngjang erkennt die von den Vereinten Nationen zum Kriegsende 1953 einseitig gezogene Seegrenze nicht an. In den vergangenen Jahren haben sich die beiden Seiten drei blutige Gefechte geliefert, zuletzt im November vergangenen Jahres. Im März spitzten sich die Spannungen nach dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" zu, bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen. Internationalen Ermittlern zufolge wurde die "Cheonan" von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt.
Die mit Seoul verbündete US-Regierung verurteilte den Artillerieangriff Nordkoreas. Pjöngjang müsse sein aggressives Handeln beenden und sich an die Vorgaben der nach dem Koreakrieg getroffenen Waffenstillstandsvereinbarung halten, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Die USA, die mehr als 28.000 Soldaten in Südkorea stationiert haben, seien der Verteidigung ihres Bündnispartners und der Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region verpflichtet.
China, der engste Verbündete Nordkoreas in der Region, rief zur Besonnenheit auf. Beide Seiten müssten mehr zum Frieden und zur Stabilität auf der Halbinsel beitragen, forderte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking.
Quelle: dapd
Jens schrieb:
am 23. November 2010 um 21:34:50
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Süden muss zuschlagen
Südkorea muss aber auch irgendwann reagieren müssen weil es nicht zulassen kann das durch diese Provokationen immer
wieder ihre Leute verletzt oder gar getötet werden. Dies ist ja nicht der erste Vorfall! Auch auf die Gefahr einer Eskalation hin muss der Süden beim nächsten Vorfall sehr hart reagieren! Und alle die jetzt aufschreien sollten sich mal überleben, ob wir es uns immer wieder gefallen lassen könnten was es Angriffe aus Polen geben würde!
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Sam schrieb:
am 23. November 2010 um 21:08:01
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Korea
Jede Generation hat ihren krieg ich hoffe nicht das dieser unser wird
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Man bedenke schrieb:
am 23. November 2010 um 21:06:10
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Atombombe
jedes Land das Kernkraftwerke besitzt hat eine Atombombe, so gesehen sind wir auch eine Nuklearmacht.Es istr mit Suicherheit
möglich einen Supergau absichtlichzu erzeugen.
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