29.11.2010, 08:48 Uhr
Südkoreanische Soldaten trainieren für den Ernstfall (Foto: Reuters)
Das Muskelspiel im Bruderkampf auf der koreanischen Halbinsel wird immer gefährlicher. Während vor der Küste amerikanische und südkoreanische Schiffe bei einem Manöver kreuzen, hat Nordkoreas Militär weitere Raketen in der Nähe der umstrittenen Seegrenze aufgestellt. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und beruft sich auf Regierungsbeamte in Seoul. Inzwischen hat auch China auf die dramatische Situation reagiert und Krisengespräche vorgeschlagen. China gilt als einziges Land, das noch Einfluss auf die weitgehend isolierte Führung in Pjöngjang ausüben kann.
Man stelle sich auf "weitere Provokationen" des Nachbarlandes ein, hieß es von südkoreanischer Seite. Nordkorea drohte über seine staatliche Medien erneut mit Militärschlägen, sollte die Grenze zu seinen Gewässern verletzt werden: "Wir werden einen brutalen militärischen Schlag bei jeder Provokation ausführen, die unsere Territorialgewässer verletzt", hieß es in einem Bericht der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA.
Nordkorea hat an der Westküste neben Boden-Schiffraketen mit Reichweiten von über 90 Kilometern auch Boden-Luftraketen vom Typ SA-2 mit einer Reichweite von bis zu 30 Kilometern startbereit gemacht, sagte laut Yonhap ein Regierungsbeamter in Seoul. Damit habe das Nachbarland seine Feuerkraft an der Küste deutlich verstärkt.
Währenddessen hat die gemeinsame Marine- und Luftwaffenübung der USA und Südkorea im Gelben Meer begonnen. Das viertägige Manöver findet nach Angaben des südkoreanischen Militärs allerdings weit südlich der Seegrenze vor der Küstenstadt Taean statt, die etwa 150 Kilometer von Seoul entfernt ist.
Mit dem Großmanöver, an dem auch der Flugzeugträger "USS George Washington" teilnimmt, wollen die beiden Bündnispartner militärische Stärke demonstrieren und ein Signal der Abschreckung an das kommunistische Nordkorea senden. Das Manöver, das schon seit langem geplant gewesen ist, sei verteidigungsorientiert, hieß es.
In Seoul führte unterdessen der chinesische Staatsrat Dai Bingguo Gespräche mit der südkoreanischen Regierung über Wege zur Entspannung der Lage. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hatte die Führung in Peking aufgerufen, mit Blick auf die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea eine "verantwortungsbewusste und faire" Haltung einzunehmen, teilte ein Sprecher Lees mit.
Darauf hat die chinesische Regierung offenbar reagiert und schlägt multilaterale Krisengespräche im Rahmen der Sechs-Parteien-Runde vor. Die Chefunterhändler der beiden Koreas, der USA, Chinas, Japans und Russlands sollten Anfang Dezember in Peking zusammenkommen, sagte der chinesische Sondergesandte für die koreanische Halbinsel, Wu Dawei.
Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wird der Vorsitzende der Obersten Volksversammlung in Nordkorea, Choe Tae Bok, am Dienstag nach China reisen. Choe sei von Dai Bingguo zu einem fünftägigen Besuch eingeladen worden.
Der Konflikt zwischen den beiden koreanischen Staaten hatte sich an dem Beschuss der Insel Yonpyong durch die nordkoreanische Artillerie neu entzündet. Es wurden zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet. Es war einer der schwerwiegendsten Zwischenfälle seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53). Südkorea, das dem Nachbarland vorsätzliche Provokation vorwirft, hatte das Feuer erwidert. Den Vorwurf Nordkoreas, zuerst geschossen zu haben, weist Seoul zurück. Nordkorea hatte am Samstag nach seinem Angriff den Tod von zwei Zivilisten bedauert. Das Land gab jedoch über seine staatlichen Medien Südkorea die Schuld dafür.
Quelle: dapd
mahner schrieb:
am 28. November 2010 um 19:07:05
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korea
bitte plappert doch nicht immer nach,daß nordkorea ein kommunistoisches land sei. es gab in der geschichte der menschheit noch nicht
ein einziges kommunistisches land obwohl viele sich so bezeichnen. die katholische kirche hat mit der lehre jesu ja auch nichts im sinn obwohl sie meint in seiner tradition zu stehen. erst wenn der mensch frei von ausbeutung im humanistischen sinne frei ist kann man von kommunismus im allgemeinen sinn reden.
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Audi schrieb:
am 28. November 2010 um 18:34:32
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Korea
Es ist wohl an der Zeit dem kommunistischem Regime im Norden ein Ende zu bereiten und das Volk da von Hunger und Elend zu befreien,
tragisch nur, daß das vielen Menschen das Leben kosten wird. Aber ich bin überzeugt, daß es wie in vielen Kriegen zuvor, genug tapfere Soldaten geben wird die bereit sind, das höchste Opfer zu bringen, um die Welt ein wening besser zu machen.
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Kritiker schrieb:
am 28. November 2010 um 18:23:45
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zu Westfale: Nord- / Südkorea
Interessant, wie die Propaganda funktioniert. Das Regime in Nordkorea mag wohl diktatorisch sein. Sind die USA
aber besser, die die vom Westfalen genannten Kriege (auch) geführt haben? Sollen die Angreifer Frieden schaffen? Wie denn? In Korea in den 50-zigern, in Vietnam, im Irak, in Afghanistan, in Südamerika, in Afrika?
Ich denke nicht unbedingt, daß Nordkorea den Krieg will - wäre nicht sehr klug! Sicher ist aber, daß die USA provozieren.
Ich glatuliere dem Westfalen zu seiner Weltsicht.
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