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Korea-Konflikt: Beide Seiten rüsten verbal auf

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Korea-Konflikt: Beide Seiten rüsten verbal auf

25.05.2010, 11:57 Uhr

Die südkoreanische "Cheonan" soll nach den Angaben der Ermittler von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt worden sein. (Foto: dpa)

Der koreanische Konflikt nach dem versenkten südkoreanischen Kriegsschiff spitzt sich zu. Während Nordkorea seine Kriegsrhetorik fortsetzt, droht die US-Regierung dem kommunistischen Land mit Konsequenzen.

Südkorea beschuldigt den Norden, das Kriegsschiff per Torpedo versenkt zu haben, und drohte deshalb mit Sanktionen. Pjöngjang weist den Vorwurf trotz ziemlich eindeutiger Untersuchungsergebnisse eines internationalen Experten-Teams scharf zurück und packte am Donnerstag die verbale Keule aus: "Dieser totale Krieg wird ein heiliger Krieg der Nation, des Volkes und des Staates", erklärte die Nationale Verteidigungskommission.

"In der Kriegsphase"

Am Freitag wurde nachgelegt: Ab sofort werde Nordkorea "die derzeitige Situation als Kriegsphase betrachten", hieß in einer Erklärung des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas - eine Organisation der herrschenden kommunistischen Arbeiterpartei. Dementsprechend wolle Nordkorea alle Fragen bezüglich der Beziehungen zu Südkorea entschlossen behandeln. Falls Südkorea Vergeltung üben wolle, werde Nordkorea die Beziehungen komplett einfrieren und den Nichtangriffspakt beider Länder annullieren, wurde das Komitee von den Staatsmedien zitiert.

"Definitiv Konsequenzen"

Inzwischen haben sich die USA, die mit 35.000 Mann in Südkorea stationiert sind, eingeschaltet und Nordkorea mit Konsequenzen gedroht. Der mutmaßlich von Pjöngjang ausgeführte Torpedo-Angriff auf das Schiff sei ein "grundloser und unberechtigter" Akt gewesen und werde "definitiv Konsequenzen" haben, sagte US-Außenamtssprecher Philip Crowley in Washington. "Das war eine ernsthafte Provokation." Über die Art der Konsequenzen und mögliche Sanktionen wollte sich Crowley zunächst nicht äußern.

Truppen in normaler Bereitschaft

US-Verteidigungsminister Robert Gates erklärte, das Pentagon stehe in "engem Kontakt" mit Seoul, um eine Antwort auf den Angriff Pjöngjangs vor knapp zwei Monaten vorzubereiten. Letztlich sei es aber an Südkorea, zu entscheiden, wie fortgefahren werden solle. US-Generalstabschef Mike Mullen sagte in Washington, derzeit befänden sich die in Südkorea stationierten US-Truppen in "normaler" Bereitschaft.

Noch im Kriegszustand

Die Kriegskorvette "Cheonan" war am 26. März nach einer Explosion an der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer auseinandergebrochen und gesunken. An der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer ist es bereits wiederholt zu Gefechten zwischen Schiffen beider Länder gekommen. Beide koreanischen Staaten befinden sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand, da seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950 bis '53) noch kein Friedensvertrag geschlossen worden ist. Ein internationales Ermittlerteam kam am Donnerstag zu dem Schluss, dass alles auf einen Angriff mit einem Torpedo nordkoreanischen Typs hinweise. Pjöngjang wies am Freitag erneut jede Schuld von sich.

UN-Kommando untersucht selbst

Das von den USA geführte UN-Kommando (UNC), das die Grenze zwischen den beiden koreanischen Staaten sichert, erklärte unterdessen, eigene Ermittlungen zu dem Vorfall einzuleiten. Das UNC werde ein spezielles Untersuchungsteam einberufen, um die Ergebnisse und den Vorwurf, Nordkorea habe mit dem Angriff den 1953 getroffenen Waffenstillstand gebrochen, zu prüfen, erklärte das Kommando. Dem UNC gehören Vertreter aus Australien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Neuseeland, Südkorea selbst, der Türkei, Großbritannien und der USA an. An den Ermittlungen soll auch die Untersuchungskommission Neutraler Staaten - bestehend aus Schweden und der Schweiz - teilnehmen.


Quelle: AFP , dpa

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Kommentare (11)

zum Forum

Thema: "Korea-Konflikt: Beide Seiten rüsten verbal auf"

Lazaro schrieb: am 21. Mai 2010 um 17:40:13
(0) (0) Korea
Mal zur Info. : Die USA betreiben dort eine Militärbasis und sind dort zum Schutz von Südkorea stationiert. Auch nicht ganz
uneigenützig, den ,die atomaren Langstrecken Raketen Nordkoreas könnten innerhalb sehr kurzer Zeit Amerikanisches Hoheitsgebiet treffen. Was die USA verhindern will. Obama hätte also nichts davon, außer dass sich Amerikas Staatsschulden vergrössern. Denn Krieg kostet nicht nur Leben , sondern auch Geld !! Des weiteren handelt es sich bei Nordkorea um eine Diktatur !!
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Ziu57 schrieb: am 21. Mai 2010 um 17:25:29
(0) (0) @ Laie
Verstehen Sie nun, warum man ein vereinigtes starkes Europa will? Die Welt ist eine Scheibe mit dem Ami in der Mitte. Alles wird zum
Rand verdrängt und fällt nach und nach hinunter. Es gibt immer wieder Nationen, welche glauben, sie besäßen den Lebensberechtigungsschein auf Ewig. Böses Spiel!!!
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Ziu57 schrieb: am 21. Mai 2010 um 17:14:20
(0) (0) Korea
Warum in aller Welt, sollte Nordkorea durch so eine Aktion die Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Vielleicht sollte man sich einmal die
Frage stellen, wer sonst noch Nutzen daraus zieht, wenn sich Nord- und Südkorea bekriegen.
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