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Konjunkturpaket: Hamburg und Niedersachsen sträuben sich noch

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Mehrheit im Bundesrat zeichnet sich ab

12.02.2009, 21:32 Uhr

Hamburgs schwarz-grüne Koalition will Klimasünder höher besteuern (Foto: dpa) Hamburgs schwarz-grüne Koalition will Klimasünder höher besteuern (Foto: dpa)

Nach zustimmenden Signalen der CDU/FDP-Koalition in Baden-Württemberg zeichnet sich nun auch im Bundesrat eine Mehrheit für das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung ab. FDP-Landtagsfraktionschef Ulrich Noll sagte: "Es wäre schwer verantwortbar, ein von allen heiß ersehntes Programm im letzten Moment scheitern zu lassen."

Etwas später ergänzte Noll aber: "Das ist keine Vorab-Zustimmung." Auch der Stuttgarter FDP-Wirtschaftsminister Ernst Pfister sagte der "Südwest Presse": "Baden-Württemberg wird im Bundesrat zustimmen." Zwischen Landtagsfraktion und Regierungsmitgliedern seiner Partei gebe es in dieser Frage Konsens, bestätigte Noll.

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FDP will weitere Veränderungen

Baden-Württembergs FDP-Chefin Birgit Homburger hielt dem im "Handelsblatt" entgegen: "Über das Abstimmungsverhalten im Bundesrat entscheiden wir erst, wenn das Ergebnis des Konjunkturpakets vorliegt." Das Paket müsse zu spürbaren steuerlichen Entlastungen für die Bürger führen, bekräftigte sie. Die Liberalen in Baden-Württemberg würden deshalb zunächst alle Möglichkeiten ausschöpfen, um im Bundesrat noch Veränderungen zu erreichen.



Hamburg verhandelt noch

Da das rot-grüne Bremen ebenfalls deutlich machte, dass es bei seinem Ja bleiben will, wäre eine Mehrheit im Bundesrat von mindestens 39:30 Stimmen gesichert. Eine Kompromisssuche des schwarz-grünen Hamburger Senats mit der Großen Koalition im Bund bei der Besteuerung von Diesel-Fahrzeugen ab großem Hubraum scheiterte am Donnerstag zwar. Es werde aber weiter verhandelt, hieß es in der Hamburger Umweltbehörde.



"Verzögerungen kontraproduktiv"

Der Bundestag will am Freitag das Paket verabschieden, der Bundesrat eine Woche später entscheiden. Baden-Württembergs Bundesratsminister Wolfgang Reinhart (CDU) sagte, aus gesamtstaatlicher Sicht "wäre es unverantwortlich, wenn am 20. Februar keine Mehrheit zustande kommt. Verzögerungen wären kontraproduktiv." Auch Finanzminister Willi Stächele (CDU) ging in der "Südwest Presse" davon aus, dass die FDP auch bei einer anderen Strategie der Bundes-FDP "selbstbewusst genug" sei, nach Landesinteresse zu handeln: "Wir haben die Gelder ja auch schon verplant."



Kritik von CDU und FDP

Kritik gibt es allerdings bei CDU und FDP an den neuen Vorgaben der Haushälter im Bund, dass Länder und Kommunen entsprechend ihren Anteilen die Bundesmittel für die Investitionen im Rahmen des 50-Milliarden-Euro-Paketes ergänzen müssen. Der Haushaltspolitiker der CDU/CSU-Fraktion, Steffen Kampeter, sagte, der Haushaltsausschuss des Bundestages habe die Bestimmungen entsprechend präzisiert und sichergestellt, dass Länder und Gemeinden ihren eigenen Investitionsanteil nicht zurückfahren und nur Bundesmittel für Investitionen nutzten.



Keine Abwrackprämie ohne Nachweis

Nach den Worten Kampeters soll dem Bundesrechnungshof ein besonderer Auftrag bei der Überprüfung der Maßnahmen zukommen, der sich auch auf Landes- und Gemeindeebene erstrecken könne. Bei der Abwrackprämie stellten die Haushälter klar, dass es keine Zahlung der 2500 Euro geben solle, ohne dass ein Nachweis über die Neuzulassung, die Verschrottung und die Entwertung des alten Fahrzeugbriefes vorliege.


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Quelle: dpa

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