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Konflikt zwischen USA und Iran: Opfer aus der zweiten Reihe

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Opfer aus der zweiten Reihe

09.01.2012, 14:40 Uhr

Amir-Mirsa Hekmati ist im Iran wegen Spionage für die USA verurteilt worden. Laut Gericht habe er den iranischen Geheimdienst unterwandern wollen.

Erneut trifft der Konflikt zwischen den USA und dem Iran möglicherweise Unbeteiligte: Der Iran verkündete am Sonntag die Festnahme mehrere sogenannter "Spione", die angeblich für die USA gearbeitet haben. Zudem wurde ein seit Längerem angeklagter "CIA-Agent" am Montag zum Tode verurteilt.

Die USA wiesen ihrerseits kurz vor dem Beginn der Lateinamerika-Reise des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag eine venezolanische Diplomatin aus. Venezuela ist das erste Ziel Ahmadineschads.

Teheran verkündete, Ziel der festgenommenen "Spione" sei es gewesen, über Internetaktivitäten die Parlamentswahl am 2. März zu stören, teilte Geheimdienstminister Hejdar Moslehi staatlichen Medien nach einer Kabinettssitzung in Teheran mit - möglicherweise ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Festgenommenen in Wahrheit um Oppositionelle handelt.

"Zusammenarbeit mit einem feindlichen Land"

Angaben zur Zahl oder Nationalität der mutmaßlichen Agenten machte Moslehi nicht. Die Parlamentswahl Anfang März ist der erste Urnengang im Iran seit der umstrittenen Präsidentenwahl 2009.

In dem zweiten Fall des zum Tode verurteilten "Agenten" Amir Mirsai Hekmati sei der Angeklagte der "Zusammenarbeit mit einem feindlichen Land und der Spionage für die CIA" schuldig befunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Montag. Die Todesstrafe wurde demnach vom Revolutionsgericht in Teheran verhängt.

Die Führung in Teheran meldet regelmäßig die Festnahme von "Spionen", die für die USA oder Israel arbeiten sollen. In der Regel werden dabei keine genauen Angaben dazu gemacht, was ihnen vorgeworfen wird.

Diplomatin angeblich in Cyber-Attacken verwickelt

Derweil wiesen die USA die venezolanische Generalkonsulin in Miami aus. Die Botschaft in Washington sei am Freitag darüber informiert worden, dass die Diplomatin Livia Acosta Noguera zur "unerwünschten Person" erklärt worden sei, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums, William Ostick, am Sonntag. Acosta habe bis Dienstag Zeit zur Ausreise. Zu den Gründen für die Entscheidung wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Im Dezember hatte das State Department jedoch erklärt, es prüfe "sehr irritierende" Vorwürfe, wonach Acosta in ein mutmaßliches iranisches Komplott zu Cyber-Attacken auf hoch gesicherte nationale Einrichtungen in den USA verwickelt sei. Laut einem Fernsehbericht gehörten zu den Zielen Atomkraftwerke und der Kennedy-Flughafen in New York.

Freund und Feind

Ahmadinedschad pflegt zu Venezuelas Staatschef Hugo Chávez seit Jahren enge Beziehungen. Auch zwischen der Regierung von Chávez und den USA gibt es große Spannungen.

Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert. Die USA dringen auf verschärfte westliche Sanktionen gegen den Iran angesichts dessen umstrittenen Atomprogramms.


Quelle: AFP , dpa

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Kommentare (123)

zum Forum

Thema: "Konflikt zwischen USA und Iran: Opfer aus der zweiten Reihe"

Fassungsloser schrieb: am 9. Januar 2012 um 20:03:09
(5) (3) Antwort Guido S.
Sie hoffen also dem Friedenwillen wegen, dass der Iran bald über die "Bombe" verfügt und damit der
"Frieden" in der Region gewährleistet ist. Zuerst hab ich meinen Augen nicht getraut, als ich Ihren "Beitrag" las. Wissen´s eigentlich, wer der Präsident des Iran ist ? Das ist derjenige, der anderen Ländern ständig damit droht, sie auslöschen zu wollen. Ist Ihnen das bewusst ? Ich habe das Gefühl, dass Sie garnichts verstanden haben. Der Iran besichert Ihren Wohlstand nicht
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Werner schrieb: am 9. Januar 2012 um 19:19:40
(8) (1) Antwort "nachrechner"
Es geht nicht um Ranking der vollstreckten Todesurteile da unten, sondern um den Konflikt USA / Iran und den
politisch hochstilisierten Spionagefall ! Die viel zu harte Verurteilung von Strauchdieben in SA und Einmarsch in Bahrain steht hier nicht zur Debatte. Ihr polemischer Beitrag ist alles andere als konstruktiv, wobei Ihre Aversion gegen die USA signifikant durchschlägt. Ganz nebenbei, im Iran werden Frauen, die fremdgehen gesteinigt wie im Mittelalter ! Thema verfehlt, setzen sechs !
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Meinung schrieb: am 9. Januar 2012 um 17:17:31
(10) (1) nicht rein lasse sonder raus
egal was die machen -- nicht einen von der sogenannten Islamischen Fraktion hier in Deutschland rein lassen --
mehr kann Deutschland nicht verdienen Langfristig -- die letzten Mordvorfälle von Migranten dieser Art sprechen eine Deutliche Sprache !! zB. In Göttingen oder Hannover - ich mag diese Personen nicht -- und werde nie diese Länder betreten !!
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