22.02.2010, 11:01 Uhr
Südkorea und die USA beobachten das Atomprogramm von Nordkorea genau. Eine Verzicht auf Nuklearwaffen kommt für Pjöngjang aber nicht in Frage (Foto: Reuters)Nordkorea will auch im Gegenzug für wirtschaftliche Hilfen aus dem Ausland nicht auf sein Atomprogramm verzichten. Der Staat habe zu seiner eigenen Verteidigung Nuklearwaffen entwickelt, und "nicht, um irgendjemanden zu bedrohen oder wirtschaftliche Begünstigungen zu erhalten", ließ die Staatsführung über die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA mitteilen.
Es sei ein "Fehlurteil", wenn die internationale Gemeinschaft glaube, Nordkorea werde im Austausch für Wirtschaftshilfen sein Atomprogramm beenden. Solange die USA ihre "feindliche Politik und ihre nuklearen Drohungen" gegenüber Nordkorea nicht beendeten, werde das Land sein Nuklearprogramm ohnehin nicht aufgegeben, erklärte Pjöngjang.
Nach Angaben des südkoreanischen Militär hat Nordkorea unterdessen mehrere Seegebiete vor seiner Küste zu Kampfzonen erklärt, darunter auch zwei nahe der Grenze zu Südkorea. Die insgesamt sechs Sperrzonen im Gelben und Japanischen Meer seien ab Samstag für drei Tage gültig, sagte ein Militärvertreter der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Derzeit gebe es im Norden aber noch keine "ungewöhnliche militärische Aktivität". Nordkorea kündigte zudem nach südkoreanischen Angaben neue Schießübungen nahe dem Grenzgebiet an.
Schusswechsel am Grenzgebiet Nordkorea feuert auf Südkorea
NordkoreaUSA lehnen Friedensangebot ab
In dem Grenzgebiet im Gelben Meer hatten sich Marineschiffe beider Staaten im November schwere Feuergefechte geliefert. Dabei war ein nordkoreanisches Patrouillenboot in Flammen aufgegangen. Die internationale Gemeinschaft versucht derzeit, Pjöngjang zur Rückkehr zu den sogenannten Sechser-Gesprächen über sein Atomprogramm zu bewegen. Daran nehmen neben den beiden koreanischen Staaten auch die USA, Japan, China und Russland teil. Pjöngjang hatte sich im April von den Verhandlungen zurückgezogen, nachdem der UN-Sicherheitsrat das Land nach einem umstrittenen Raketentest mit Sanktionen belegt hatte.
Quelle: dpa
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