16.10.2010, 09:48 Uhr
Ein vollständiger Chromosomen-Test könnte künftig erfolglose Versuche einer In-Vitro-Befruchtung verringern (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Risiken einer künstlichen Befruchtung könnten schon bald deutlich reduziert werden: Ein Pilotversuch für einen kompletten Chromosomen-Test für Babys während der Befruchtung und vor der Einpflanzung der Eizelle verlief erfolgreich, wie die Europäische Gesellschaft für Humane Reproduktionsmedizin und Embryologie (ESHRE) mitteilte.
Gesunde Zwillinge seien nach einem solchen Verfahren im Juni in Deutschland und ein gesunder kleiner Junge im September in Italien geboren worden. Durch den vollständigen Chromosomen-Test könnten künftig erfolglose Versuche einer In-Vitro-Befruchtung verringert werden.
Bei dem Verfahren geht es darum, die Chromosomen einer weiblichen Eizelle schon parallel zur Befruchtung zu untersuchen. Jede menschliche Zelle hat 46 Chromosomen, 23 jeweils von Vater und Mutter. Bevor ein Ei befruchtet wird, stößt es die Hälfte seines kompletten Chromosomen-Satzes ab, um Platz für die 23 aus dem männlichen Sperma zu machen.
Die abgestoßenen Chromosomen sind ein Spiegel derjenigen, die in dem Ei verblieben sind. Bei der so genannten CGH-Technik wird nun geprüft, ob zu viele oder zu wenige Chromosomen vorhanden sind. Indem dann eine Eizelle für die In-Vitro-Fertilisation ausgewählt wird, die geeignet erscheint und keine Fehler aufweist, verringert sich das Risiko einer Komplikation. Außerdem könnten so moralische Bedenken gegen Untersuchungen an Embryos zurückgestellt werden.
Derzeit gibt es eine Reihe von Schwangerschaften, bei denen die CGH-Methode angewandt wurde. Eine großangelegte internationale klinische Studie soll ab 2011 laufen. Das erste Baby, das nach einem solchen vollständigen Chromosomen-Test geboren wurde, war im vergangenen Jahr ein kleiner Junge in Großbritannien.
In Zukunft könnte die CGH-Methode Mehrfach-Schwangerschaften vorbeugen. Sie sind eine mögliche und umstrittene Folge von In-Vitro-Befruchtungen und bergen für die Babys das Risiko eines zu geringen Gewichts oder Entwicklungsschwierigkeiten. Auch bei Risikoschwangerschaften etwa bei Frauen im Alter von über 37 Jahren könnten die Risiken der ESHRE zufolge durch die Technik verringert werden.
Fast vier Millionen Kinder sind weltweit seit der ersten künstlichen Befruchtung im Jahr 1978 durch In-Vitro-Fertilisation oder ein verwandtes Verfahren zur Welt gekommen. Der Pionier der künstlichen Befruchtung, Robert Edwards, erhielt in diesem Jahr den Medizin-Nobelpreis.
Quelle: AFP
Nicole schrieb:
am 16. Oktober 2010 um 13:42:19
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@Nachdenker
Nix Chance für ältere Frauen denn hier in Deutschland gibt es ein Gesetz das Gott sei Dank besagt das eine Künstliche
Befruchtung nür bis 35 möglich ist. Und 50% zahlst du selbst die andere hälfte Übernimmt die Kasse bei Max. 3 Versuchen dann zahlst Du jeden Versuch selbst, und Verheiratet muß man auch sein. Finde es Grausam das in Italien dies noch bei 60 Jahre alten Frauen möglich ist. Und man sollte der Natur nicht zu sehr ins Handwerk Pfuschen.....
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Leser schrieb:
am 16. Oktober 2010 um 13:34:06
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verschwiegene Risiken
Sämtliche InVitro-gezüchteten Menschen haben mehr und weniger schwere Spätfolgen (ibs Kindesleukämie, Diabetes-1,
wesentlich höhere Krebsrate, diverse Träger-Gendefekte etc), aber egal, das bezahlt ja dann die Krankenkassen-Solidargemeinschaft. Der Abgleich des Chromosomensatzes bringt gar nichts, denn es ist längst schon durch Fruchtfliegentests nachgewiesen, dass InVitro an sich (Lichteinfluss, Temperatur, Schallwellen) "gesundheitsschädlich" ist. Gegen MutterNatur ist und bleibt halt krank
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Vermilion schrieb:
am 16. Oktober 2010 um 10:18:08
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Na Toll...
Hurra, wieder ein Schritt näher in Richtung Eugenik und die Erschaffung des überlegenen Menschen geschafft. Bravo.
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