07.11.2011, 14:29 Uhr
Ein Erdrutsch hat in der kolumbianischen Stadt Manizales schwere Verwüstungen angerichtet (Quelle: AFP)
Die Zahl der Toten nach einem schweren Erdrutsch im Nordwesten Kolumbiens ist auf mindestens 35 gestiegen. Das berichtete der Beauftragte für Katastrophenschutz, Carlos Iván Márquez, dem Radiosender Caracol. Weitere 20 bis 40 Menschen gelten als vermisst, wie lokale Medien berichten.
Rettungskräfte suchen in mehr als 14 unter Geröllmassen begrabenen Häusern der Stadt Manizales weiter nach Opfern. Der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Cesar Uruena, sagte, es gebe "immer noch eine Chance, Überlebende zu finden".
Das Unglück hatte sich am Samstag nach starken Regenfällen ereignet. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten weiter steigt.
Nach Angaben des Roten Kreuzes war die Lage "sehr komplex", da die Erdlawine am frühen Morgen niederging, als viele Menschen noch schliefen. Die Feuerwehr rief die Anwohner zur Vorsicht auf, da der Boden unbeständig sei.
"Wir erleben eine Tragödie, aber ich denke, wir sollten ruhig bleiben", sagte Verkehrsminister Germán Cardona nach einem Besuch am Unglücksort einem lokalen Radiosender.
Manizales liegt im Staat Caldas, 165 Kilometer nordwestlich von Bogotá.
Seit Beginn der Regenzeit Mitte September sind in Kolumbien mehr als 40 Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. Wegen des Wetterphänomens La Niña hatte es bereits zwischen April 2010 und April 2011 sehr viel geregnet, mehr als 400 Menschen starben.
Quelle: dpa , AFP , dapd
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