08.03.2011, 16:56 Uhr
Nach ihrer vorübergehenden Geiselhaft sind 22 von 23 in Kolumbien entführten Mitarbeiter einer Erdölfirma freigekommen. 21 seien befreit worden, eine weitere Geisel habe entkommen können, teilte die Regierung mit. Die Mitarbeiter eines Subunternehmens der kanadischen Gesellschaft Talisman waren am Montag im Osten des Landes 600 Kilometer östlich von Bogotá von drei bewaffneten Männern verschleppt worden.
"Wir kennen noch nicht die Details der Befreiungsaktion, aber der Druck der Armeetruppen in der Gegend hat zu der Befreiung geführt", sagte der Gouverneur des Departamentos Vichada, Juan Carlos Avila. Militärtruppen und die kolumbianische Luftwaffe hatten nach der Entführung in der Region nach den Geiseln gesucht.
Avila zufolge waren die bewaffneten Männer am Montag in das Lager der Arbeiter eingedrungen und anschließend mit ihren 23 Geiseln im Wald verschwunden. In dem Gebiet nahe der Ortschaft Cumaribo operieren nach seinen Angaben Guerilleros der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sowie kriminelle Banden.
Verteidigungsminister Rodrigo Rivera machte die FARC-Rebellen für die Entführung verantwortlich. Es handle sich um "Drogen-Terroristen" der FARC, sagte er. Eine mit der Untersuchung vertraute Quelle sagte, dass es sich bei der Tat um eine Vergeltungsaktion für einen gescheiterten Gelderpressungsversuch gehandelt haben könnte.
Die Geiselnahme ist die erste Entführung einer großen Gruppe von Zivilisten seit dem Amtsantritt von Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos vor sieben Monaten. Zuletzt waren im Januar 2008 im Südwesten des Landes 30 Touristen gefangen genommen worden.
Quelle: AFP
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