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Kofferbomben hätten immensen Schaden angerichtet

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Kofferbomben hätten immensen Schaden angerichtet

05.08.2006, 15:12 Uhr

Die beiden Kofferbomben von Dortmund und Koblenz hätten bei einer Explosion riesigen Schaden angerichtet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" und beruft sich auf Sicherheitskreise. Die Sprengsätze hätten einen Wirkungsradius von hundert Metern gehabt, sagten Kriminaltechniker. Zudem wären die beiden Züge bei einer Explosion vermutlich entgleist. Unterdessen geht der Streit über die stärkere Nutzung der Videoüberwachung an Bahnhöfen und auf öffentlichen Plätzen weiter.

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Fahndung nach Terroristen
Eine Abteilung mit 200 Spezialisten des Bundesamts für Verfassungsschutz prüfte laut "Focus", ob in den Orten entlang der beiden Bahnstrecken islamistische Terrorgruppen aktiv seien. Die Fahndung verlief aber erfolglos. Der Dortmunder Staatsschutz geht dem Bericht zufolge inzwischen von einer Tat der "allgemeinen Kriminalität" aus.

"Relativ dürftige" Flugblattaktion
Auch die Ergebnisse einer Flugblattaktion auf dem Koblenzer Hauptbahnhof sind nach erster Einschätzung der Polizei bislang "relativ dürftig". Genaue Angaben dazu, wie viele Zeugen sich auf den Aufruf hin gemeldet haben, gebe es voraussichtlich erst am Montag. Zudem wurden im Koblenzer Hauptbahnhof Plakate aufgehängt. Die Ermittler suchen nach Hinweisen, wer die Bombe in einem Zug abgestellt hat.

Dortmund
Bombenalarm
Zum Durchklicken

Überwachung per Video ausbauen
Derweil mehren sich auch unter den Innenministern der Länder die Stimmen, auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen vermehrt Videoüberwachung einzusetzen. Bei der Bekämpfung der Allgemeinkriminalität habe sich die Videoüberwachung in Baden-Württemberg bereits als "wichtiges Ermittlungsinstrument" bewährt, sagte der Stuttgarter Innenminister Heribert Rech (CDU) der "Welt am Sonntag". Hamburgs parteiloser Innensenator Udo Nagel kündigte in dem Blatt an, die Videoüberwachung in der Hansestadt auszuweiten.

Passagiere durchleuchten?
Auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm plädierte erneut für einen verstärkten Einsatz von Videokameras. Er lehnte es jedoch zugleich ab, alle Fahrgäste der Bahn vor Betreten der Bahnhöfe oder Züge zu kontrollieren. "Die Bahn ist ein Massenverkehrsmittel", sagte der CDU-Politiker. Bei einer Kontrolle jedes Passagiers bräche der Betrieb zusammen.



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Quelle: AFP , dpa

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