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Klimawandel: Schwankende Sonnenaktivität hat fast keinen Einfluss auf Erdklima

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Geringe Sonnenaktivität kühlt das Klima kaum

07.09.2011, 12:06 Uhr

Klimaforschung: Die Sonnenaktivität hat kaum Einfluss auf die Erdtemperatur (Foto: NASA)

Die Sonnenaktivität hat kaum Einfluss auf die Erdtemperatur (Foto: NASA)

Die schwächelnde Sonne war nicht der bestimmende Faktor für die kleine Eiszeit im 16.und 17. Jahrhundert. Eine Studie belegt vielmehr, dass vor allem Vulkanausbrüche sowie eine geringere Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre entscheidend zu dieser Phase kühleren Klimas beigetragen haben. Wissenschaftler folgern daraus, dass von einer geringen Sonnenaktivität, wie sie von einigen Forschern für die kommenden Jahrzehnte erwartet wird, keine spürbare Abkühlung des aufgeheizten Erdklima erwartet werden kann.

"Der Einfluss von Schwankungen der Sonnenaktivität wird oft überschätzt", sagt Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). "Die neue Analyse zeigt dies für die Vergangenheit – und hieraus können wir etwas lernen für die Klimaentwicklung der Zukunft."

Sonnenaktivität nahm im 16. Jahrhundert ab

Sonnenflecken sind ein sichtbares Zeichen der Sonnenaktivität. Ist ihre Zahl gering, ist auch die solare Strahlungsintensität messbar niedriger. Im späten 17. Jahrhundert befand sich die Sonne nach einer langsamen Abschwächung der Sonnenaktivität, die um das Jahr 1600 einsetzte, in einer ausgedehnten Ruhephase, dem Maunder-Minimum. Dies wurde von einigen Forschern bislang als Ursache der als kleine Eiszeit bezeichneten Abkühlung des Erdklimas zu dieser Zeit angesehen.

Zwei Anfang des Jahres erschienene Studien haben zwei höchst unterschiedliche Werte für die Sonneneinstrahlung im Maunder-Minimum ermittelt. Die eine kommt zu dem Schluss, die solare Strahlungsintensität sei damals sehr viel geringer als heute gewesen. Die andere hat zum Ergebnis, die Sonnenintensität sei in jener Zeit lediglich genauso gering gewesen wie im außergewöhnlichen Sonnenminimum 2008/2009.

Modellwerte und reale Messungen verglichen

Jetzt wurde erstmals konkret ermittelt, wie sich diese sehr unterschiedlichen Werte für die Sonneneinstrahlung auf die Temperaturen der Nordhalbkugel in den vergangenen 1000 Jahren auswirken. Hierfür hat Feulner die Daten zur solaren Strahlungsintensität in ein Klimamodell eingespeist. Ein komplexes Gleichungssystem simulierte die wichtigsten Klimaprozesse in den Weltmeeren und in der Atmosphäre. Dabei wurden auch die Treibhausgaskonzentration und der kühlende Effekt von Schwefelsäuretröpfchen aus Vulkanausbrüchen berücksichtigt. Die berechneten Temperaturen wurden dann mit den aus natürlichen Klimaarchiven wie Eisbohrkernen, Baumringen, Sedimenten und Korallen rekonstruierten Temperaturen des letzten Jahrtausends verglichen.

Nur geringe Auswirkung auf das Erdklima

Das Ergebnis ist eindeutig. Die Werte aus jener Studie, der zufolge die Sonneneinstrahlung in der kleinen Eiszeit extrem gering war, führt in der Modellrechnung über die Jahrhunderte hinweg zu Temperaturen, die in Zeiten niedriger Sonnenaktivität deutlich unter den tatsächlich beobachteten liegen. Die Werte der anderen Studie hingegen, die keinen großen Unterschied zwischen der Strahlungsintensität damals und dem jüngsten Sonnenminimum sieht, führten im Modell zu wirklichkeitsnahen Temperaturen. Die Klimadaten stützen also die Ergebnisse dieser Studie. "Um die Klimageschichte zu verstehen, müssen natürlich neben den Treibhausgasen auch alle anderen Klimafaktoren berücksichtigt werden", erklärt Feulner. "Die Auswirkung der Sonnenaktivität auf das Klima ist allerdings vergleichsweise gering, wie die aktuelle Untersuchung erneut zeigt."

Klimawandel wird nicht gestoppt

Was bedeuten diese Ergebnisse für unser Jahrhundert, falls die Sonne wie vielfach vermutet in eine dem Maunder-Minimum ähnliche Ruhephase eintritt? "Das würde uns lediglich eine Abkühlung von maximal 0,3 Grad Celsius bringen", hat Feulner errechnet. Die bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu erwartende und vom Menschen verursachte Erwärmung würden sich somit lediglich um etwa 10 Prozent vermindern. "Leider zu wenig", so Feulner, "um den Klimawandel spürbar abzuschwächen."

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung


 

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Kommentare (13)

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Thema: "Klimawandel: Schwankende Sonnenaktivität hat fast keinen Einfluss auf Erdklima"

Hal schrieb: am 7. September 2011 um 20:48:43
(19) (7) Sonne
Ich glaub keinem sogenannten Umweltschützer. Im Gegenteil für mich sind enige Umwelt- und Tierschützer an der Grenze zur
"kriminellen Vereinigung". Da haben wieder Einige (für viel zu viel Geld) an ihrem Computer rumgespielt und kommen zu so einem Ergebnis. Beschäftigt euch mit etwas Nützlichem: Warum gibt es keinen Bürgersteigbelag auf dem Schneenicht liegen bleibt?
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Wolfi 24.110 schrieb: am 7. September 2011 um 19:36:58
(8) (4) "Klimawandel: Schwankende Sonnenaktivität hat fast keinen Einfluss auf Erdklima"
Auch wenn man es nicht glauben mag, ist unsere
Sonne ein sehr ruhiger und stabiler Stern. Er hat jetzt etwa die Hälfte seiner Lebenszeit hinter sich und in den nächsten ca. 500 Mio. Jahren ist nicht mit irgendwelchen Fisimatenten zu rechnen. In etwa 5 Mrd. jedoch, ist unserer Sonne nicht größer wie die Erde(auf welcher man zu dieser Zeit längst nicht mehr leben kann) und endet in einen "weißen Zwergstern", mit der selben Masse der früheren Sonne.
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Hans01 schrieb: am 7. September 2011 um 18:04:30
(27) (5) Die Sonnenintensität
hat kaum Auswirkungen auf dei Temperaturen, nö,nö. Meine Heizung kann auch machen was sie will, die Temperatur im
Raum ändert sich kaum spürbar. Jeder Meterologe, Geowissenschaftler oder Astronom-physiker, der nicht am staatlichen Tropf hängt, sieht die Dinge anders, als in diesem Bericht dargestellt. Nur ist damit halt nichts zu verdienen.
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