08.03.2010, 11:15 Uhr | Von Rolf Schraa, dpa
Ehrgeizige Ziele: In der Ökostadt soll der CO2-Ausstoß um 50 Prozent reduziert werden (Foto: imago)
Wegweisendes Großprojekt im Ruhrgebiet: Mitten im ehemaligen Kohlerevier soll eine 50.000-Einwohner-Stadt mit allen derzeitigen technischen Möglichkeiten zur Ökostadt umgebaut werden. Das Ziel sind gut 50 Prozent CO2-Einsparung durch Wärmedämmung der Häuser, Optimierung der Industrie, Elektroautos, Windräder und Solaranlagen.
Zugleich soll die ganze Stadt saniert und erneuert werden - ein Sechser im Lotto für jeden Bürgermeister. Die Investitionshöhe wird bisher nicht genannt, sie dürfte enorm sein. Die Industrie hofft aber, einen Großteil der Kosten durch Verkauf des Know-hows an andere Städte und Export wieder herein zu bekommen.
Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an dem einmaligen Vorhaben und steuert 500.000 Euro bei. Das ganze Projekt startet dann im Oktober 2010 mit der Festlegung einer ausgewählten Musterstadt oder eines Muster-Stadtteils. Es ist auf zehn Jahre angelegt.
Das Projekt trägt den Arbeitstitel "Innovation City". Erstmals sollen dabei die verschiedenen Kohlendioxid-Sparmöglichkeiten in einem Großversuch zusammengebracht und vor allem koordiniert umgesetzt werden, erklärte der Projektleiter und ehemalige Degussa- und Evonik- Vorstand Alfred Oberholz. Geplant sei etwa das Durchsanieren des gesamten Gebäudebestandes nach Möglichkeit bis auf Passivhausniveau. Damit lasse sich schon erheblich CO2 sparen. 500 Elektro-Autos, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung, Klein-Windräder für Mietshäuser und Solaranlagen sollen für umweltfreundliche Energieerzeugung sorgen.
Zugleich soll die Musterstadt baulich verändert werden, um den Bürgern das Leben zu erleichtern. Dazu sind zahlreiche Detaillösungen geplant - wie etwa abgesenkte Bordsteine, die speziell die Mobilität von älteren Menschen verbessern helfen sollen. Viele Bürgermeister haben bereits großes Interesse an dem Projekt signalisiert. Welche Stadt letztendlich den Zuschlag bekommt, ermittelt eine Jury in einem Wettbewerb. Die Musterstadt soll in etwa dem statistischen Durchschnitt des Ruhrgebiets entsprechen. "Ein reiner Industriestandort mit Stahlwerk oder Chemiefabrik wird genauso wenig ausgewählt wie ein betont ländlicher Ort", sagte Projektleiter Oberholz.
Die Planer denken an moderne Energiesparkonzepte wie die Vernetzung aller Stromhaushalte über eine Leitzentrale. In Phasen hohen Energiebedarfs könnten dann nicht genutzte Stellen für kurze Zeit aus der Ferne abgestellt werden, ohne dass die Bewohner dies überhaupt bemerken. "Kühltruhen können Sie zum Beispiel ohne Probleme für zehn Minuten abschalten", sagt Oberholz. Elektroautos sollten in Anlehnung an einen erfolgreichen Pilotversuch in Ulm auch über Smartphone oder Handy und das Internet vermietet werden. Ein Elektro-Stadtbus soll für ältere Leute kostenlos verkehren.
Die Initiatoren erhoffen sich - neben einer Imagewerbung für das Ruhrgebiet - praktische Erfahrungen mit bisher in diesem Umfang nicht erforschten Energiespartechniken. Weltweit gebe es ähnliche Projekte bisher nur in Malmö, wo ein Viertel abgerissen und unter Öko-Gesichtspunkten neu aufgebaut wurde, und in Abu Dhabi. Die dortige Ökostadt "Masdar City" werde aber neu mitten in die Wüste gesetzt. "Wir machen das im Bestand, das ist völlig neu", sagt Projektleiter Oberh
Von Rolf Schraa, dpa
SShooeu5 schrieb:
am 22. März 2010 um 15:04:29
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Der Nutzen für uns...
Dieses Projekt ist wichtig. Wir müssen hier in Deutschland die alten Gebäude beseitigen und Platz für Neues
schaffen. Das Argument "Denkmalschutz" ist ohnehin der größte Schwachsinn. Weg mit der alten Bausubstanz. Solche Projekte sichern Arbeitsplätze, schaffen neue touristische Highlights, tragen zum Klimaschutz bei und bieten der Politik die Chance, sich selbst ein Denkmal zu schaffen. Ob es den Einwohnern gefällt, oder nicht. Wir brauchen hier in Deutschland mehr handfeste grüne Polit
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Karl_Soest schrieb:
am 8. März 2010 um 12:41:32
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Ökoblödsinn
Für diesen Blödsinn Steuergelder zu verschwenden ist schon ein starkes Stück.
Vor allen Dingen wieder mit dem Argument der
CO2-Einsparung. CO2 ist weder für irgendwelche klimatischen Veränderungen verabtwortlich noch giftig. CO2 ist wärmeneutral und schwerer als unser Luftgemisch, es sinkt somit zu Boden. Wenn das Zeug so giftig wäre wie man uns einreden möchte wären schon alle Bier, Cola und sonstige Limonadentrinker jämmerlich zugrunde gegangen. Dort ist nämlich 'viel' CO2 drin.
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Marco D. schrieb:
am 8. März 2010 um 11:49:54
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Solarförderung
Dieser Artikel beweist , wie wichtig es ist die volle Solarförderung beizubehalten.
Solaranlagen auf Ackerflächen sind die
modernen Kraftwerke der Zukunft,wer sie zerstört der zerstört die Zukunft !!!
Die Landesfischereiämter fordern ebenfalls langjährige Stillegungen von Ackerland,da Blaualgenbildung durch jahrelange
Überdüngung entsteht.Durch die Anlage auf dem Acker rettet der Bauer seine Existenz und der Steuerzahler sein
sauberes Bade-Angelwasser,schließlich essen wir alle auch Fis
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